
AUSTAUSCH STUTTGART - OGAKI 2003
30.09. 14.10.

Japanaustausch 2003 vom 30.09. bis 14.10
| Datum | Programm |
| Mittwoch, 01.10.03 | Ankunft in Nagoya, Abfahrt nach Ogaki mit dem Bus, Abendessen, Ankunft in Ogaki, Übernachtung im Forum Hotel |
| Donnerstag, 02.10.03 | Spaziergang durch Ogaki, Museumsbesuch, Ogaki Castle, Besuch beim Bürgermeister, Besichtigung des Softopia-Centers, Zusammentreffen mit den Gastfamilien,, Begrüßungsfeier |
| Freitag, 03.10.03 | Besichtigung von Kisofukushima ( Soba machen, Onsen, etc), Besichtigung von Magome, Aufenthalt in der Gastfamilie |
| Samstag, 04.10.03 | Gastfamilienprogramm |
| Sonntag, 05.10.03 | Gastfamilienprogramm |
| Montag, 06.10.03 | Besichtigung eines Großhandelsmarktes, Teezeremonie im Suitopiacenter, Besuch der Kita Junior High School, Aufenthalt in der Gastfamilie |
| Dienstag, 07.10.03 | Spaziergang durch Ogaki, Museumsbesuch, Besuch des Solar Ark, Colorful Town, 100 ¥ - Shop, Gastfamilienaufenthalt |
| Mittwoch, 08.10.03 | Besichtigung der Recyclingfabrik Nihon Taisanbin, Besuch der Kita High School |
| Donnerstag, 09.10.03 | Abschied von der Gastfamilie, Fahrt nach Nara, Besichtigung des Todaiji und des Kofukujitempels, Weiterfahrt nach Kyoto, Besichtigung des Kiyomizu-Tempels, Übernachtung im White Hotel |
| Freitag, 10.10.03 | Besichtigungen:, Ryoanji-Tempel, Goldener Pavillon, Nijo-Schloß, Abends: Das Gion-Viertel |
| Samstag, 11.10.03 | Abfahrt in Kyoto gegen 8:15, Besuch der Toin Gakuen Schule in Yokohama, Fahrt mit dem Bus zur Jugendherberge, Besichtigung des Tokyo Tower |
| Sonntag, 12.10.03 | Besichtigung des Nationalmuseums, Besuch des Edo-Museums, Akihabara, Kabuki |
| Montag, 13.10.03 | Besichtigung des Asakusa-Kannon Tempels, Besuch des Meiji-Schreins, Harakuju, Karaoke |
| Dienstag, 14.10.03 | Gegen 7:00 Abfahrt nach Narita, 13:00 Abflug |
Schüleraustausch Stuttgart - Ogaki 2003
Bereits zum fünften Mal reisten vom 30.Sept.-14.Okt.2003 Schülerinnen und Schüler der Japankurse am Königin-Charlotte-Gymnasium in unsere befreundete Stadt Ogaki/Japan. Damit hat der Schüleraustausch mit Ogaki sein 10jähriges Jubiläum erreicht! Über die Jahre sind viele Freundschaften entstanden und der Kreis derer, die sich durch gegenseitige Besuche ein Bild von dem jeweiligen Gastland machen konnten, wächst kontinuierlich.
12 Schülerinnen und Schülern, die seit 2, 3 Jahren regelmäßig am Königin-Charlotte -Gymnasium den Wahlkurs Japanisch besuchen, wurden vom Schulleiter des Gymnasiums Herrn Hansbert Bertsch, Frau Edeltraud Bertsch und mir, ihrer Japanischlehrerin, begleitet.
Die erste Woche unseres gesamten Japanaufenthalts verbrachten wir in Gastfamilien in unserer Partnerstadt. Der Verein für internationale Beziehungen betreute uns in hervorragender Weise und bot uns ein abwechslungsreiches Programm. Unser Dank geht an Herrn Minoura als Geschäftsführer und an Frau Nakamura, die alles für uns arrangiert hat, und natürlich auch an alle weiteren Mitarbeiter des Vereins.
In den Gastfamilien konnten die Schülerinnen und Schüler das japanische Alltagsleben kennen lernen. Sie aßen typische japanische Gerichte wie Sushi, Tempura, Misosuppe usw., sie lernten wie das japanische Bad zu benutzen war und besuchten mit der Familie z.B. ein Sportfest oder Tempel und Schreine in der Nähe. Da in den Familien oft nur eine oder zwei Personen Englisch sprachen, hatten sie hier Gelegenheit, ihr gelerntes Japanisch anzuwenden und zu erweitern.
Tagsüber besuchten wir verschiedene städtische Einrichtungen, das Schloss, Museen und auch zwei Schulen. In der Kita Mittelschule versuchten die Schülerinnen und Schüler Kalligraphie und sammelten erste Erfahrungen in der japanischen Kampfsportart Kendo. In der Kita Oberschule stellten sich die Jugendlichen beider Nationen gegenseitig ihre Stadt via Internet vor und besuchten anschließend verschiedene Sport-AGs. In einem anschließenden Gespräch betonten beide Seiten, über moderne Medien die Verbindung aufrecht erhalten zu wollen.
Der Besuch des Solar Ark, eines über 330m langen in der Horizontale liegenden Konstrukts, das ein Solarmuseum beherbergt, zeigte eindrucksvoll das technische und architektonische Können des Gastlandes.
Die Teilnahme an der Teezeremonie ließ die Schülerinnen und Schüler für einen Moment in die traditionelle japanische Kultur eintauchen.
Ein weiterer Tag war der Erfahrung eines Onsen gewidmet, einem Badeort mit heißer Quelle. In einem großen Becken bei ca. 41° Wassertemperatur unter freiem Himmel sitzend, teilte die Gruppe das entspannende Badevergnügen mit den Japanern.
Der geschichtlichen Entwicklung folgend umfasste der zweite Abschnitt der Reise die Besichtigung von Nara, Kyoto und Tokyo. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich schon in Deutschland auf diese bedeutenden Kulturstätten vorbereitet.
Nara und Kyoto beeindruckten durch die Vielzahl der bedeutenden Tempel und Schreine. Ein Spaziergang durch das nächtliche Geishaviertel ließ das alte Japan aufleben. In Tokyo dagegen sprang vor allem das Neue, das Moderne , das Avantgardistische ins Auge. Neben dem Besuch von wichtigen Tempeln und Museen standen auch Karaoke und Kabukitheater auf dem Programm.
Einen weiteren Höhepunkt bildete der Besuch der etwa 10000 Schüler und Studenten umfassenden Toin Gakuen Schule/Universität in Yokohama, einer prestigereichen Privatschule, mit deren Auslandsschule in Bad Saulgau das Königin-Charlotte-Gymnasium ebenfalls seit Jahren einen Austausch unterhält.
Im März nächsten Jahres wird das Mädchen-Streichorchester ein Gemeinschaftskonzert mit dem Königin-Charlotte-Gymnasium in Stuttgart geben.
Insgesamt haben die Teilnehmer eine große Bandbreite an japanischer Geschichte, Kultur und Alltagsleben erfahren. Den Höhepunkt bildete sicher der Aufenthalt in den Gastfamilien, da die japanische Gastfreundschaft ihresgleichen sucht und die Schülerinnen und Schüler sehr begeisterte.
Schon jetzt freuen wir uns auf den Besuch der japanischen Schülerdelegation in Stuttgart im Sommer 2004, der die Reihe an gegenseitigen Begegnungen weiter fortsetzt.
Claudia Beck-Deim
H. Bertsch: Ansprache im Rathaus
Shichôsan, minasama,
bokuwa Hansbert Bertsch to moshimasu, Königin-Charlotte-to iu chugakkô to kôtôgakkôno kôchôsensei desu. Kono gurupuno danchô desukara, nihongode aisatsu-ho kokoromitai desu.
Stuttgarto friendly city kara kita seitotachino gurupu wa go-kai-me hômon-ho shimasu. Kokoro- kara go-shôtai-no o-rei-ho iimasu. Stuttgarto shichô Schuster to kyôiku iinkai kaichô Korn kara mo kureguremo yoroshiku to no koto desu. Schuster-shichô kara no tegamiho okutte sashiagemasu. Wakamonono kôryû-wa ichiban ii koto deshô to omotte imasu. Nihonhe kuru no wa itsumo subarashi keiken desu: Toi kuni desu ga, demo Ogaki kireina machi desu, friendly mata wa shinsetsu-na shimai toshi desu, tomodachi no tokoro desu. Ogakihe kita toki, kimochiga ii desu. Go-shinsetsu-wa itsumade wasuremasen. Ogakishiwa mizude yumei desuga, hokano koto ga takusan arimasu. Kono isshukan minasama-to iroiro-na taiken-ga dekiru koto-ho ureshiku omoimasu. Dôzo yoroshiku o-negai-itashimasu. Kyô-wa, kono yô-na kangeikai-ho kaisai shite itadaki makotoni arigatô gozaimasu. Homestay-no kazoku-no kata-gata-ni mô kokoro yori o-rei-ho moshiagemasu. Kono taihen kyômibukai isshukan-no programmu-ho keikaku shite kudasatta Ogaki-shi Kokusai Kôryû Kyôkai-no minasama-ni kokoro-kara kansha shite orimasu.Yujin doshi toshite kono isshukan Nihon-no seikatsu-ho tanoshiku mata yuígi-ni sugosu koto-ga dekiru to kakúshin shite imasu. Doitsu to nihon-no iroiro-na seikatsu shûkan-no chigai-kara, iroirona koto-ho manabu koto-ga dekimasu. Ogaki-shi-de-no isshukan-no taizai-wa hontoni ii taiken da to omoimasu. Stuttgartoni kaette ryokono koto ho kangaettara, subarashi ni-shûkan deshita to itte, Ogakishi-ga natsukashiku naru deshô. Isshô wazurerarenai omoide to naru deshô.
Raishû dareka tazuneru toki ni wa doitsuni kaeru-no-ga tanoshimi deshô? Ôkina koe-de Iie, zenzen kaeritaku arimasen to kotaemasu.
Domo go-meiwaku o o-kakeshimashita. Hontoni go-shôtai-no o-rei-ho moshiagemasu. Rai-nen Stuttgartoni aimasho!
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,
Mein Name ist Hansbert Bertsch, ich bin der Schulleiter des Königin-Charlotte-Gymnasiums und als Leiter der Gruppe darf ich diese Begrüßungsworte sprechen. Ich will es auf Japanisch versuchen.
Dies ist der fünfte Besuch einer Schülergruppe aus der befreundeten Stadt Stuttgart. Wir bedanken uns sehr herzlich für die Einladung und ich überbringe die Grüße von Herrn Oberbürgermeister Schuster und der Leiterin des Schulverwaltungsamtes, Frau Korn. Von Herrn Oberbürgermeister Schuster darf ich Ihnen diesen Brief überreichen.
Eine Reise nach Japan ist immer eine wunderbare Erfahrung: Japan ist ein fernes Land, Ogaki ist eine schöne, freundliche Partnerstadt, ein Ort, in dem wir Freunde finden. Wenn wir nach Ogaki kommen, fühlen wir uns wohl. Diese Freundlichkeit vergessen wir nie. Die Stadt Ogaki ist für ihr Wasser berühmt, aber es gibt auch sehr viele andere Dinge, die wir im Verlauf dieser Woche zusammen erleben dürfen, worüber wir uns sehr freuen. Haben Sie verbindlichen Dank dafür, ebenso wie für die Begrüßung, zu der Sie uns hier empfangen. Auch den Homestay-Familien danke ich an dieser Stelle sehr herzlich. Mein aufrichtiger Dank gilt auch der Austauschorganisation der Stadt Ogaki für das sehr interessante Programm, das sie für diese Woche erstellt hat. Unter Freunden und als Freunde dürfen wir diese Woche den japanischen Alltag erleben, und dies auf sinnvolle Weise, wie ich meine. Da sich die Lebensgewohnheiten in Deutschland und in Japan in manchen Dingen unterscheiden, können wir sicher manches lernen. Der einwöchige Aufenthalt in der Stadt Ogaki ist dafür sicher eine gute Erfahrung. Wenn wir uns nach unserer Rückkehr nach Stuttgart diese Reise durch den Kopf gehen lassen, werden wir sagen, dass es zwei wundervolle Wochen in Japan waren und wir werden voller Sehnsucht an Ogaki denken. Unser Leben lang werden wir diese Reise nicht vergessen!
Und wenn uns nächste Woche jemand fragt, Freut ihr euch, nach Deutschland zurückzukehren? , werden wir mit lauter Stimme zur Antwort geben: Nein, überhaupt nicht, wir wollen nicht zurück!
Entschuldigen Sie alle Unannehmlichkeiten, die wir Ihnen machen. Nochmals verbindlichen Dank für die Einladung. Nächstes Jahr treffen wir uns in Stuttgart!
Tagesberichte:
Dienstag, 30.September und Mittwoch, 1.Oktober
Am 30.09.03 konnte man gegen 15:20 am Stuttgarter Hauptbahnhof, direkt vor dem Gleis für den ICE nach Frankfurt, beobachten, wie sich eine kleine Gruppe schwerbepackter Schüler mitsamt Lehrerin, die noch mehr Gepäckstücke zu besitzen schien, versammelte.
So manche eine(r) (so wie ich zum Beispiel) versuchte beschämt die Größe des Koffers zu verdecken, manchen sah man das vorbildliche Einhalten des vorgeschriebenen Mindestgepäckgewichts schon von weitem an. Den Vormittag noch in der Schule verbracht, konnte sich noch niemand so richtig verwirklichen, dass es in Kürze losgehen sollte eine stundenlange Flugreise und ein eigentlich noch völlig fremdes Land erwarteten uns.
Frau Beck-Deim hatte uns erfahrungsgemäß alle ein bisschen früher einbestellt und als der ICE denn schließlich um 15:51 den Heimathafen verließ waren alle 12 Schäfchen inklusive Frau und Herrn Bertsch sowie Frau Beck-Deims Tochter Maya an Board. Das Zugpersonal hatte übrigens eine wahre Freude an den ganzen Taschen und Koffern.
Auch in Frankfurt erwarteten uns keine Probleme, oder besser gesagt, fast: Bei der Durchleuchtung des Handgepäcks fand man bei Frau Beck-Deim seltsame Gegenstände, die sich später als Schraubenzieher und Nagelscheren herausstellten. Mitbringsel war die Aussage der Überführten und wir glaubten ihr natürlich, genauso wie zum Glück! das Flughafenpersonal.
Mit einem großen Zeitpolster im Nacken hatten wir nach dem Einchecken noch genügend Zeit uns das riesige Terminal anzusehen und über die komische Pfandregelung für Flaschen am Flughafen aufzuregen. Für Asienflüge typisch war der Start der Japan Airlines Maschine nämlich erst abends, so dass wir erst gegen 20:30 das Flugzeug bestiegen. Sitzplatzdiskussionen wurden zuvor ausgetragen, trübten aber die Stimmung nicht. Als die ersten ihre Plätze erreichten hörte man sogar einen freudigen Aufsch
rei: Ein kleiner Bildschirm zierte jeden Sitz und während des Fluges standen uns eine nicht geringe Auswahl an Filmen, kleine Spiele und die verschiedensten Radioprogramme zur Verfügung. Auch wenn wir viel Zeit in der Luft verbringen sollten, war doch für ein Beschäftigungsprogramm bestens gesorgt!
Die herannahende Müdigkeit war fast oder gerade noch bezwungen als ein dementsprechend kaputtes Häufchen um 8:00 Uhr MEZ bzw 15:00 Uhr Ortszeit in Tokyo die Maschine verließ. Wieder warten, dieses Mal auf den Weiterflug nach Nagoya.
Einige entdeckten ein kostenloses Internetcafé, das zwecks Nachrichtenübermittlung an Zuhause sofort gestürmt wurde. Die ersten Begegnungen mit der japanischen Tastatur waren... interessant. (Zumindest für die Person, die ständig mit den Kanji zu kämpfen hatte (;-)). Am Gate dann die erste richtige Begegnung mit Japanern: Eine ältere Dame beobachtete schon eine Weile, wie wir uns unsere Vorstellung für den Bürgermeister überlegten und ein letztes Mal versuchten einige japanische Floskeln auswendig zu lernen. Mit einem Gemisch aus Englisch und Japanisch sprach sie uns schließlich an und wünschte uns sehr freundlich einen schönen Aufenthalt in Japan. Als wir sie bei der Landung in Nagoya noch einmal sahen, erhielten wir ein herzliches Goodbye.
Unsere Reise sollte nämlich auch weiterhin reibungslos verlaufen: Der Anschlussflug startete und landete pünktlich, kein Gepäckstück verschwand und am Flughafen in Nagoya erwartete uns eine freudige Überraschung: Wir wurden mit einem großen Plakat, auf dem Willkommen in Ogaki stand, begrüßt!
Natsue, die sich den ganzen Homestay hindurch um uns kümmerte, und der Zuständige für Austausch in Ogaki lotsten uns sogleich zu einem ganz kleinen Reisebus. Die Hälfte von uns versuchte zu schlafen, während die andere Hälfte tapfer aushielt und mehr oder weniger schön
(;-)) die verschiedensten Lieder anstimmte. Wer noch in der Lage war aus den Busfenstern zu sehen, konnte die ersten Eindrücke des nächtlichen Japans sammeln: Leuchtreklame, Restaurants, Pachinko und Tankstellen. Ein kleiner Halt an einem dieser Restaurants zum Abendessen und bald darauf erreichten wir schließlich und endlich das Ziel unserer Reise: Ogaki.
Die Stadt spendierte uns die erste Nacht im Forum Hotel Ogaki, das wir (trotz Erschöpfung und Müdigkeit) bestaunten und dessen Zweibettzimmer uns entzückten.
Als wir endlich ins Bett fielen, konnte man immer noch nicht so richtig glauben, wie weit weg Stuttgart war und gespannt überlegten wir uns, was einen die folgenden Tage alles erwarten sollte.
Amelie Trebin
Donnerstag, 2.Oktober 2003
Ein Glück haben wir unseren Wecker gestellt! Janna wollte uns eigentlich wecken, hat selbiges aber nicht getan... Naja, macht nichts; wir sind wach und schnell bereit fürs Frühstück. Etwas verloren stehen wir vor dem Aufzug. Wohin sollen wir jetzt? Julia beschließt spontan, dass ich jemanden fragen darf, also trotte ich zur Rezeption und frage mit einem hilfesuchenden Lächeln:
Sumimasen, asagohan wa doko arimasu ka? (= Entschuldigung, wo gibt es bitte Frühstück? Ich hoffe zumindest, dass das richtig ist!)
Die Dame weist mir mit strahlendem Gesicht den Weg. Hier hats ja reichlich Auswahl! Und sogar westliche Essenssachen! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es etwas unpraktisch ist, schon in unserer formellen Kleidung (weißes Oberteil, schwarzes Unterteil) zu frühstücken... Glücklicherweise schaffe ich es mein Essen zu verzehren, OHNE mich von oben bis unten vollzukleckern. Julia und ich stehen auf und treffen im Hinausgehen Janna. Auch schon wach? Wir schauen uns noch etwas um und gehen dann zum Bus vor dem Hotel. Oh, mir ist gestern Abend ja gar nicht aufgefallen, dass die in diesen Wasserbecken riesige Karpfen halten! Fasziniert beobachten wir die Fische. Eine Empfangsdame, die dies bemerkt hat, hechtet los und kommt mit einer Schale Fischfutter wieder gerade rechtzeitig um sich noch zu verbeugen und uns hinterherzuwinken... Die Arme.
Wir lernen gleich unsere wichtigste Lektion. Wir kommen beim Ogaki Castle an, das auch für hochgewachsene Touristen bestens ausgerüstet ist: Die Decke über den Treppen ist an sehr niedrigen und scharfkantigen Stellen mit Schaumstoff überklebt worden.
Anschließend besichtigen wir noch das Stadtmuseum samt japanischem Garten, trinken Wasser aus einer 200 Jahre alten Quelle und machen einem kurzen Spaziergang, wobei wir unter anderem an einem Kindergarten vorbeikommen. Oh, sind die süüüüüüüß!!! Am liebsten würden wir uns jeder eines von den niedlichen Kleinen mitnehmen und im Handgepäck nach Deutschland schmuggeln.... Wir fahren mal wieder Bus und können nun die Landschaft richtig genießen. Weiter gehts mit dem Bus zu einem All-You-Can-Eat-Restaurant, neben dem ein Buchladen liegt. Wir schnappen uns unsere Geldbeutel und verlassen fluchtartig das Fahrzeug. Frau Beck-Deim schafft es gerade noch uns die Essenszeit nachzurufen, ehe wir in dem großen Gebäude verschwunden sind. IRASSHAIMASE!!! (=Willkommen!), schallt es uns entgegen. Wow! Haben die hier viele Mangas... Ich finde und kaufe zwei Stück. Viel zu schnell müssen wir zum Treffpunkt im Restaurant. Das Essensangebot ist riesig und sieht größtenteils auch lecker aus. Ich befolge Frau Beck-Deims Ratschlag (Wenn ihr Sushi essen wollt, dann tut es hier; ihr kriegt so schnell keins mehr...) und hole mir als erstes Lachs-, undefinierbares Fisch- und mein heißgeliebtes Ei-Sushi. Schmeckt etwas seltsam aber gut. Der Grill, der in unserem Tisch eingelassen ist, erweist sich als schwerer zu benutzen, als erwartet. Schließlich schaffen es aber dann doch
noch alle satt zu werden. Zurück zum Bus. Oje, der Besuch beim Bürgermeister steht an! Wir sind alle extrem aufgeregt! Nachdem wir unsere vorgeschriebenen Sitzplätze eingenommen, unsere Gastgeber durch Verbeugen begrüßt und Tee serviert bekommen haben, dürfen wir uns auf japanisch vorstellen und einen japanischen Satz sagen. Diverse Autoritätspersonen halten Reden und tauschen Geschenke aus. Cool, wir kriegen Geschenktaschen, voll mit Ogaki-Fanartikeln! Anschließend noch ein paar Fotos auf der Treppe des Rathauses machen und wir werden entlassen. Ab in die Bank, Geld umtauschen. Wir sind DIE Attraktion. Touristen!!! BOAH!!!
Ein (weiblicher) Großteil der Gruppe macht sich zum kollektiven Toilettensuchen auf. Wir brauchen etwas länger, weil es nur ein westliches Klo gibt. Noch schnell den bankeigenen Schrein im Dachgeschoss besichtigen und dann weiter ins Softopia Center. Wow, hat man hier eine gute Aussicht. Und ja, wir haben heute schon (zweimal) vom Kampf Osten gegen Westen bei Sekihagara gehört. Aber von unserer netten Führerin hören wir die Geschichte gerne noch einmal. Schon ist unser Rundgang vorbei und es geht ins Ogaki Annex Center. Uiuiui, das Annex Center hat eine eigene Radiosendestation! Und einen sehr interessanten Bereich, in dem man umsonst Computer samt Internetzugang benutzen darf... Wir werden noch in einen Geschenkshop geführt und dürfen dann gehen. In der Culture Hall (sprich: Kaltscha Hohlru) angekommen proben wir noch einmal unsere lieblichen Lieder, wobei Janna von der Bühne fällt. Wir werden in einen Nebenraum und auch gleich zu unseren (mal wieder festgelegten) Plätzen gebracht, um uns auf die Gegenüberstellung mit unseren japanischen Gastfamilien vorbereiten zu können. Andy hat den Namen seines Austauschpartners vergessen, erfährt ihn aber zum Glück noch, bevor die ersten japanischen Gastgeber eintrudeln. IKUMI! Strahlend umarmen wir uns... Es werden Fotos von uns mit unseren Gastfamilien gemacht. Die Japaner gehen in den Speisesaal. Zurück zum Speisesaal, lange Reden anhören und anschließend singen. Es gibt reichlich zu essen. Nach der letzten Ladung Hackfleischklopse wird die Begrüßungsfeier offiziell für beendet erklärt. Ich lerne Herrn Okada, Ikumis Vater, kennen. Wir holen mein Gepäck und gehen zum Auto. Ich bin etwas irritiert, als Herr Okada rechts einsteigt, weil ich mal wieder vergessen habe: In Japan herrscht Linksverkehr! In meinem neuen Zuhause angekommen mache ich Bekanntschaft mit Mami, Ikumis ältere Schwester, die übrigens kein Wort Englisch spricht.. Nachdem ich meine Sachen auf Mamis Zimmer gebracht habe, begebe ich mich in die Küche, trinke Alconda Juice und beteilige mich etwas an den Gesprächen. Nachdem ich ein sehr nützliches und recht interessantes englisches Buch über wichtige historische japanische Persönlichkeiten
geschenkt bekommen habe, werde ich gefragt, ob ich noch mit in einen japanischen Supermarkt kommen möchte; ich flitze hoch in mein Zimmer, hole meinen Geldbeutel und ab geht die Fahrt! Stimmt ja, ich vergaß: Viele Japanische Supermärkte haben 24 Stunden geöffnet. Ich darf Süßigkeiten raussuchen... Ok, besser kanns jetzt nicht mehr werden. Irrtum! Zuhause erwartet mich schon ein dampfendes Ofuru (=japanisches Bad). Schnell duschen und rein ins heiße Wasser. Ach, tut das gut!
In meinem Zimmer stapeln sich Futons, für den Fall, dass mir kalt werden sollte... Hach, fühl ich mich hier wohl... Nachdem ich noch schnell die Gastgeschenke für morgen rausgesucht habe, kuschle ich mich an Doraemon und schlafe schnell ein.
Julia Will
Freitag, 3. Oktober
Freitag der 3. Oktober begann mit einem Treffen vor Ogakis Kulturhalle. Da wir gerade unsere erste Nacht in unseren Gastfamilien verbracht hatten, war diese natürlich das Gesprächsthema Nr.1.
Als wir dann in den Bus stiegen erlebten wir eine kleine, positive Überraschung: unser Bus hatte einen Kronleuchter. Anfangs wurde noch viel erzählt und gelacht, doch spätestens nach der Hälfte unserer Fahrzeit machten sich unsere Mägen bemerkbar, da die Straßen immer kurvenreicher wurden. Wir hatten das Gefühl
Achterbahn zu fahren. Nach zwei Stunden waren wir endlich da. Nun hieß es Soba machen. Mit Schürzen bekleidet beobachteten wir unseren Kochlehrer beim Ausrollen, Falten und Schneiden. So schwer sah das nicht aus... Doch in der Praxis stießen wir auf unerwartete Hindernisse: da wurde zum Beispiel der Teig einfach nicht quadratisch, die Sobanudeln wurden zu breit oder Holzsplitter gerieten auf wundersame Weise hinein. Doch trotz unserer anfänglichen Schwierigkeiten gelang es jedem und wir konnten uns auf unser Abendessen freuen, bei dem es zweifellos Soba
geben würde.
Nach der darauffolgenden Fotosession durften wir Souvenirs kaufen gehen.
In der Hello Kitty- Abteilung fühlten sich einige sehr wohl, doch auch die meisten anderen fanden etwas für sich. Und dann gab es endlich Mittagessen! In der Sobafabrik gab es natürlich Soba. Doch auch Suppen und kleine Pfannen mit Sojasprossen und Pilzen köchelten vor uns hin. Die Meinungen übers Essen gingen
weit auseinander. Während sich die einen über schwarze Töpfe freuten, schmeckte es den anderen besonders gut. Danach ging es für fast alle zum Baden ins Onsen. Anfangs waren alle zwar etwas schüchtern, aber letztendlich trauten sich dann doch alle und so wurde es zu einer sehr lustigen Erfahrung. Anschließend besichtigten wir Magome. Eine wunderschöne kleine Stadt in der wir mal wieder shoppen durften, während wir die alten Häuser betrachteten. Die darauffolgende Heimfahrt schien ewig. Doch wir vertrieben uns die Zeit mit Schlafen und Pocky ,so verging sie doch recht schnell.
Zum Abschluss holten uns unsere Gastfamilien vor der Kulturhalle ab.
Silvia Racolta
Montag, 6. Oktober
Wir trafen uns, so gut wie alle pünktlich, um 7.15 Uhr vor der Kulturhalle. Von dort aus ging es im Bus los zum Öffentlichen Großhandelsmarkt von Ogaki. Dort wurden wir zuerst durch die verschiedenen Fischlagerhallen geführt und dann in die Obst- und Gemüsehalle. Die meisten Geschäfte waren jedoch schon erledigt, als wir dort, ungefähr um 8.00 Uhr, ankamen. Wir erhielten jedoch einen Einblick wie frisch dieser Fisch war, da ein paar Aale direkt vor unseren Augen ausgenommen wurden, während sie noch zappelten! Zum Abschied erhielten wir alle noch eine Mikan (Apfelsine), die wir auf dem Weg durch eine Einkaufsstraße aßen.
Der Bus wartete schon um uns zu unserem nächsten Programmpunkt zu fahren: dem morning serves.
Beim Frühstück (9.00 Uhr) - 2 Sandwiches mit Ei- bzw. Fleischfüllung, Salat, &Mac226;Eiglibber und Honigmelone - erhielten wir unsere Abschiedsgeschenke für die Gastfamilien.
Eine Stunde später machten wir uns schon auf den Weg zurück zur Kulturhalle um an einer Teezeremonie teilzunehmen. Das Tatamizimmer des Kulturze
ntrums war schon für uns vorbereitet. So saßen wir dann alle im Halbkreis, während zwei Damen im Kimono den Tee für uns vorbereiteten. Zum Tee gab es zwei verschiedene Süßigkeiten, eine mit Maronen und die andere mit Bohnenmus.
Larissa durfte selber eine Tasse Ocha zubereiten, während Hella und mir nur die Theorie gezeigt wurde. Nachdem wir alle unseren Tee genossen hatten,
lauschten wir noch einem berühmten Flötenspieler. Was nicht fehlen durfte war natürlich das provisorische Erinnerungsfoto und die kleinen Dankesgeschenke von Frau Beck-Deim. Danach ging es auch schon schnell weiter, denn nun war Mittagessen angesagt. In einem kleinen italienisch-japanischen Restaurant, namens Trattoria, gab es Salat mit Fisch, Spaghetti mit Fisch und Keki (ohne Fisch). Gerade als wir fertig waren mit Essen ging es auch schon wieder weiter in die Kita Junior High School. Dort wurden wir von vielen jungen japanischen Schülern bestaunt. Zuerst wurde uns ein kleiner Film über die Schule gezeigt und über das letzte Sportfest, auch wenn wir so gut wie nichts verstanden haben war es doch sehr eindrucksvoll. Dann wurden wir in Gruppen aufgeteilt und nahmen am Kaligraphieunterricht teil. Jeder durfte ein paar Kanji selber schreiben. Nach dieser Unterrichtsstunde hatten die Schüler eine größere Pause, die zum Putzen des Klassenzimmers genutzt wurde. Danach wurden wir in die Sporthalle geführt, wo uns der Schulchor ein Lied vorgesungen hat. Und schon ging es weiter in die Kendohalle.
Dort wurde uns erst von 2 Schülern ein Showkampf vorgeführt und dann durften 4 von uns selbst an den Kendoübungen teilnehmen. Natürlich wurden auch hier wieder Erinnerungsfotos geschossen und unter Applaus verließen wir den Raum. Wir kehrten zurück in die Sporthalle, in der nun Federball und Basketball gespielt wurde. Das Federballspiel wurde schnell ausgeweitet und einige aus unserer Gruppe haben gerne mitgespielt. Die Zeit verging wie im Flug und wir machten uns nach diesem langen Tag wieder auf den Weg zur Kulturhalle und zu unseren Gastfamilie.
Sandra Lorbach
Dienstag, 7. Oktober

Gegen 8:30 Uhr wurden wir wie immer pünktlich von unseren Gastfamilien mit dem Auto zum Rathaus gefahren.
Von dort machten wir einen kleinen Stadtspaziergang zu einer rote Brücke auf der einmal ein berühmter Dichter, Tani Bokuen, dichtete. Nicht weit davon gab es ein kleines Museum über die Werke des Dichters, natürlich handgeschrieben und auf Japanisch.
Mit dem Bus ging es weiter Richtung Stadtrand. Dort gibt es die Firma SANYO, die Solarplatten entwickelt. Auf diesem Firmengelände steht ein riesiges Solarschiff,
Solar Ark!
Die solare Arche hat eine Länge von insgesamt 315m; eine Höhe von 37,1m. Erst im Dezember 2001 wurde das Schiff fertig gestellt.
Dieses Schiff ist mit über 5000 Solar Zellen Modulen besetzt! Dazu noch mit über 21.000 roten, grünen und blauen LEDs bestückt die jeweils zu 51er Päckchen an den Ecken der einzelnen Module sitzen. Diese LEDs sind Computer gesteuert, was es möglich macht, dass man Schriftzüge auf diesem riesigen Schiff anzeigen kann.
Das Schiff mit seinen 3000 Tonnen wird alleine von vier Säulen getragen.
Wir durften uns im Inneren des Schiffes das interaktive Museum anschauen. Dort gab es viel Wissenswertes zum Thema Solarenergie und Sonne. Unter anderem gab es einen Fahrradtrainer mit dem man die Strecke zur Sonne in Kilometern abfahren konnte. Ich habe in der halben Minute in der ich in die Pedale getreten bin etwa 500 m davon zurückgelegt. Der nächste auf dem Fahrrad wird nun wieder ein paar (Kilo)meter fahren. So werden wir alle zusammen vielleicht irgendwann die Sonne auf dem Tachometer erreicht haben.
Danach ging es nach einem herzlichen arigatooo
an unsere Führerin und vielen Verbeugen mit dem Bus weiter nach Gifu zur Colorful-Town.
Colorful-Town wurde von Toyota gebaut und besteht aus einem riesigen Einkaufscenter, mit vielen einzelnen Geschäften und einem riesigen Autosalon. Das Prinzip dieses Einkaufscenter ist es, die ganze Familie an zu lock
en, da es für jedes Familienmitglied den passenden Laden gibt. Vom Gamecenter über einen riesigen Toyota-Autohändler bis zum Unterwäscheladen gibt es alles in Colorful-Town!
Wir sind als erstes in das Gamecenter gerannt um so viele Purikuras, wie möglich zu machen. Das war die erste gemeinsame Gelegenheit für alle!
Was sind Purikuras?
Das sind kleine Klebefotos in der Größe von 5cm auf 4cm bis zu einer Größe von 1cm auf 1,5 cm. Das Ganze spielt sich immer auf die gleiche Art und Weise ab, wie im Folgenden beschrieben:
Haben sich 2 oder mehrere Personen (max. 9 Personen haben wir geschafft) gefunden, die zusammen einen Fotoautomaten als Opfer ausgesucht haben, stellen sie sich gemeinsam hinein und jeder wirft 100¥ (etwa 80c.) in den Automaten bis die Startsumme von 400¥ erreicht ist.
Ab nun läuft die Zeit! Man muss wählen welches Bildformat man gerne hätte, Kopf, Ganzkörper oder Mittel. Das ganze auf Japanisch, was es nicht erleichtert!
Nur noch die passende Hinterfarbe gewählt für die ersten beiden Fotos und
ahh
es geht los!
jedes mal wenn dieser Satz aus einer Kabine kommt, weiß man gleich blitzt es!
3
2
1..cheeeessuuu
.Klick! erstes Bild
und das nächste
Schnell was machen wir? Man weiß nie wie man sich hinstellen soll, ohne den Kopf des Hintermanns zu verdecken! Ok
Alle Peace! 3...2
1..cheeessuuuu
.Klick! Omenno
guck ich da aber scheiße! und die nächste Hintergrundfarbe ausgewählt, Kamera neu justiert und wieder geht das Geschrei los ..3
.aaahhh schnell
2
was sollen wir machen?....1
cheeessuuu
KLICK! Schnappschüsse sind die besten! Da schaut man am blödesten und alle haben ihren Spaß!
Nach etwa 2 weiteren Durchgängen der gleichen Art, heißt es die Seite des Automaten wechseln und innerhalb von 15 sec. die 4 besten Aufnahmen auswählen.
Die Kreativen der Gruppe dürfen nun innerhalb von 120sec aus diesen 4 recht faden Bildern mit einem Stift und einem passenden Computermalprogramm auf Japanisch diese genial aussehenden Purikuras zaubern!
klick mal da
ja da
dann da
.da gibts hintergründe
.ohh
des ist aber süß
ja des ist der passende Hintergrund
ja mach da noch paar Herzchen hin
.Hey mal mein Ohr nicht so zu
mach des mal wieder weg da
.wie weg da?....des geht nicht
doch da
ochnee jetzt ist alles weg
.noch mal
schnell ihr habt nur noch 80sec

Nach exakt 120sec Anspannung ist der Stress vorbei, doch die Mühe hat sich gelohnt! Nur noch die passende Anzahl auswählen und fertig! Nach weiteren 2min kommen aus dem Automaten wunderschöne Purikuras heraus.
Wow geschafft!!!
Dieser Aufwand hat nun ganze 12min gedauert! Bis zum Mittagessen hatte ich sicher schon 700¥ fürs Fotografieren ausgegeben.
Zum Mittagessen gab es Hünchenbrust mit Gemüse und Salat.
Danach hatten wir noch einmal eineinhalb Stunden Zeit weitere Purikuras zu machen. Diese Automaten zogen uns in ihren Bann, zumal Europa diese Attraktion nicht zu bieten hat.
Nach einem lustigen Nachmittag in der Mall sind wir mit dem Bus zu einem der begehrten 100¥ Läden gefahren, in denen alles nur 100¥ kostet! Eine sehr wertvolle Sache für Ausländer! Dieser Laden führt alle Artikel die es auch in den normalen Läden gibt, Lebensmittel, Zahnbürsten, Unterwäsche, Bürozubehör, usw
natürlich nicht mit derselben Qualität aber dafür billiger!
Im Softopiacenter konnten wir kostenlos unsere Emails abrufen oder uns an den Spiele-Konsolen austoben. Als Ausgleich für die Manga-Leser ging es noch in einen BookOffStore. Dort kann man (gebrauchte) Mangas und Bücher billiger einkaufen.
Nach einem - wieder mal - erlebnisreichen Tag kamen wir pünktlich um 17:00Uhr am Rathaus an, wurden von unseren Gastfamilien empfangen, die uns nach Hause fuhren was für ein Service!
Malte Horstmann
Mitwoch, 8. Oktober

Am Mittwoch, den 8.10.2003, besichtigten wir zunächst die Firma Nihontaisanbin, die für die Herstellung von Glasflaschen bekannt war, und besuchten anschließend die Oberschule Kita Kôkô.
Wie gewohnt trafen wir uns um 8.30 Uhr vor der Kulturhalle und fuhren zunächst Richtung Nihontaisanbin.
Im Bus berichtigte Frau Beck-Deim einige Dankesreden für die Gastfamilien, die die Gruppe vorbereitet hatte.
An der Firma angekommen, wurde zunächst ein informativer Vortrag des Vorsitzenden der Firma gehalten.
Die Firma Nihontaisanbin produziert und verkauft Glasflaschen in Japan, hat 700 Angestellte und belegt im Maßstab den 4. Platz in Japan.
Der Vorsitzende erzählte ebenfalls von seiner Reise nach Deutschland in vergangenen Jahren.
Nach einem Foto wurde uns ein Film über die Glasflaschenproduktion und die Umweltproblematik gezeigt. Da der Film auf Japanisch war, verstanden wir Schüler leider nicht so viel, konnten jedoch auch so einen Einblick bekommen, da nach dem Film auch noch eine Erklärung auf Deutsch folgte.
Die Firma wurde 1930 gegründet.
Die einzelnen Arbeitszeiten sind von 8.30 17.00 Uhr, während es dazwischen eine 50-minütige Pause gibt. Dies ergibt 7 Stunden und 45 Minuten Arbeitszeit.
Am Samstag und Sonntag müssen die Angestellten nicht arbeiten, ebenfalls haben sie pro Jahr fünf Tage &Mac226;Erholungsurlaub und über Neujahr weitere sechs Tage frei.
Der jährliche Gewinn der Firma beläuft sich auf rund 16 000 Millionen Yen.
Die Geschwindigkeit der Flaschenproduktion ist nach heutigem Stand die schnellste der Welt mit 650 Flaschen pro Minute.
Anhand einer Broschüre wurde uns die Herstellung der Glasflaschen anschließend erklärt.
Danach folgte eine Besichtigung der Firma, was sehr interessant war.
Zum Schluss wurden wir nochmals in den Vortragsraum zurückgeführt und bekamen eine Flasche zum Probieren mit auf dem Weg, während uns ein Angestellter über die gegenwärtige Lage des Recyclings in Japan erzählte:
Seit 1990, in der der Verbrauch von Glasflaschen am höchsten in Japan war, ließ die Nachfrage nach Glas leider stets nach, was dazu führte, dass wieder mehr Plastikflaschen eingeführt wurden.
Nihontaisanbin bemüht sich ebenfalls, alte Glasflaschen zu recyceln und für neue Flaschen wiederzuverwenden.
Nach der Besichtigung hatten wir etwas Zeit, da wir sonst zu früh in der Kita Kôkô angekommen wären, also gingen wir noch Einkaufen und anschließend Essen.
Um 13 Uhr erreichten wir die Oberschule.
Dort erwartete uns bereits der Direktor und stellte sich und die Schule zunächst etwas vor.
Danach ging es in den Computerraum, wo eine 10. Klasse bereits auf uns wartete.
Jeweils ein deutscher Schüler wurde in Gruppen zu zwei japanischen Schülern eingeteilt, in der jeweils alle ihre Schule und ihre Stadt präsentierten.
Wenn noch Zeit verblieb, unterhielten sich die Schüler auch noch über einige andere Sachen. Ein paar japanische Schüler mussten am Ende der Stunde zusammenfassen.
Nach dieser Stunde wurden wir in die Englischstunde einer weiteren Klasse eingeladen.
Auch hier bildeten sich Gruppen von je einem deutschen und bis zu drei oder vier japanischen Schülern.
Hier war die Aufgabe, über die eigene Kultur zu erzählen und Fragen nach der anderen Kultur zu stellen. Bald entwickelten sich lebhafte Gespräche in den Gruppen.
Je eine Person der Gruppen musste als Abschluss zusammenfassen, über was man sich unterhalten hatte und entweder etwas bestimmtes aus seiner Kultur vorstellen oder über die Unterschiede bezüglich eines bestimmten Themas reden.
Darauffolgend wurden die deutschen Schüler zur Pause in einen Raum gebraucht, um sich auszuruhen.
Bald jedoch erschien die Englisch-AG der Kita Kôkô
und lud uns ein, mit je einem japanischen Schüler die Kita Kôkô und deren viele AGs zu besichtigen.
So bekamen wir beispielsweise die Kunst-AG, Baseball-, Kendo- oder auch Basketball-AG zu sehen.
Gegen Schluss trafen sich die Deutschen schließlich vor dem Raum, in dem der Direktor zuvor die Begrüßungsrede gehalten hatte.
Dort bedankte sich die japanische und deutsche Vertretung nochmals und es wurde ein Foto vor dem Schulgebäude gemacht.
Um 17.00 Uhr verließen wir mit vielen Eindrücken die Kita Kôkô, um uns zurück zu unserem Treffpunkt mit den Gastfamilien zu begeben.
Julia Hagmeyer
Donnerstag, 9.Oktober
Leider müssen wir uns heute 1 Stunde früher treffen als normal, deswegen muss ich schon um 6 Uhr aufstehen. Noch schnell meinen Koffer packen und meiner Gastfamilie ein paar Abschiedsgeschenke geben. Nach dem Frühstück verabschiede ich mich von den Großeltern, meinem Gastvater, und Asuka, meiner Gastschwester. Die Oma sagt sogar bye bye und schüttelt mir die Hand. Meine Gastmutter fährt mich zur Kulturhalle und nach und nach kommen alle mit einem mehr oder weniger großen Teil ihrer Gastfamilien an. Es werden Abschiedsfotos gemacht und ungefähr hundert mal gefragt, wie das mit den Koffern ist, die nach Narita vorausgeschickt werden. Langsam wird es Zeit zu gehen, also hält Herr Inoue vom Austauschverein eine Abschiedsrede. Danach fangen fast alle (Japaner und Deutsche) an zu weinen, und alle umarmen sich und sagen immer wieder tschüss. Dann müssen wir in den Bus gehen und versuchen unseren Gastfamilien zuzuwinken, was aber ein bisschen schwer ist, weil die Scheiben anscheinend von außen verspiegelt sind. Im Bus zeigen alle, was für süße Sachen ihre Familien ihnen zum Abschied geschenkt haben. Weiteres Kollektivheulen... Zum Trost essen wir alle Pocky und kaufen in der Pinkelpause einen Nachschub. Weiter gehts im Bus, Sandra erklärt der AntiManga-Fraktion, worum es in Ranma1/2 geht. Wir essen ganz viele Süßigkeiten und reden über Purikura.
Endlich kommen wir in Nara an. Zuerst besuchen wir den Todai Ji Tempel. in dem gesamten den Tempel umgebenden Gebiet (eine Art Park) laufen Rehe herum. Süß, sogar kleine Rehkitze! Mitten auf dem Weg steht eins und kuckt uns mit seinen großen niedlichen Augen an. Wir versuchen es zu streicheln und stellen fest, dass die Tiere nicht nur handzahm, sondern sogar ziemlich aufdringlich sind. Natürlich wird von jedem ein Foto gemacht, wie er das Reh streichelt, und wir kommen danach sogar noch weg, ohne dass es unsere Kleidung angeknabbert hat. Frau Beck-Deim erzählt uns, dass der Todai Ji Tempel das Größte Holzgebäude auf der Welt ist.
Wir gehen durch ein Tor zum Tempel und lernen dabei, dass man nicht auf die Leiste unten im Tor treten darf. Innerhalb vom Tempel ist die größte Buddha Statue der Welt. Wahrscheinlich sind hier deswegen so viele Ausländer wie wir nicht mehr gesehen haben, seit wir am Tokyoter Flughafen waren. Trotzdem sind wir anscheinend noch eine große Attraktion, mehrere Gruppen von kleinen Schulkindern winken uns nämlich einfach so zu und rufen hello!. Süß!
Nachdem wir uns alles angeschaut haben, gehen wir zurück zum Treffpunkt, wo sich ein Reh zu uns legt, während wir auf den Rest der Gruppe warten.
Unser nächster Halt ist der Kohfukuji Tempel. Dort besuchen wir zuerst ein Museum, das sehr interessante Exponate bzw. Statuen hat, die auch sehr ausführlich erklärt sind, nur leider auf Japanisch. Auf Englisch stehen nur das Material und ganz wenige Informationen auf den Schildern. Aber das macht nichts, wir kriegen eine tolle Broschüre auf Englisch. Zum Tempel gehört ein ganzer Park, auf dessen Gelände mehrere Gebäude stehen. Wir sehen uns die fünfstöckige Pagode ganz in der Nähe des Museums an.
Kurz später müssen wir weiterfahren, weil wir an diesem Abend noch nach Kyoto wollen. Dort werden wir als erstes wieder vom Bus bei noch einem Tempel abgesetzt. Auf der Treppe vor dem Eingang zum Kiyomizu Tempel machen wir noch ein minna no shashin! Allseitige Begeisterung...
Vom Tempel aus haben wir eine tolle Aussicht auf Kyoto in der Abendsonne. Frau Beck-Deim erzählt uns, dass es ein ganz besonderer Beweis von Tapferkeit ist, wenn man vom Balkon des Tempels springt. Wir denken uns, dass wir das vielleicht lieber nicht machen, nachdem wir uns angesehen haben, wie tief es da runter geht. Als wir weiter erklärt bekommen, dass die Statue der Göttin der Barmherzigkeit, die auf dem Balkon steht, barmherzig macht, wenn man sie berührt, sind wir alle viel mehr geneigt, dem japanischen Aberglauben zu folgen. Nachdem wir uns so barmherzig gemacht haben, gehts weiter zur eigentlichen Hauptattraktion des Tempels: den drei heiligen Quellen. Frau Beck-Deim bringt für uns in Erfahrung, welche der drei Quellen welche guten Eigenschaften haben. Eine steht für Gesundheit, eine für Weisheit und eine für gute zwischenmenschliche Beziehungen. Alle streiten sich, ob man aus allen Quellen trinken darf oder nur aus einer, damit die gewünschte Wirkung erreicht wird. Am Ende trinken manche aus allen und manche nur aus einer Quelle und sind zufrieden.
Langsam wird es dunkel und wir müssen wieder zurück zum Bus, weil der Parkplatz um 6 Uhr schließt. Auf dem Weg bummeln wir eine Straße im alten japanischen Stil mit sehr vielen Souvenir Läden herunter. Mit dem Bus fahren wir zu einem Restaurant im westlichen Stil. Alles freut sich und isst endlich mal wieder normale Gerichte, d.h. Pizza, Pommes, Tiramisu usw... Außerdem bekommen wir jeder ein Gläschen Bier und stoßen auf Andys Geburtstag an.
Nach dem Essen fahren wir endlich sehr erschöpft zum White - Hotel. Wir sind sehr gespannt, weil wir gehört haben, dass wir traditionell japanische Zimmer reserviert haben und auf Tatamimatten und Futons schlafen müssen. Nach dem Einchecken verabschieden wir uns von Natsue und unseren anderen Begleiterinnen, die wieder zurück nach Ogaki fahren. Als Abschiedsgeschenk geben sie uns eine Tüte voll mit Pocky und Chips, und wir freuen uns riesig.
Unsere 2er bzw. 3er Zimmer sind mit einem viel zu kleinem Bad ausgestattet, aber sonst eigentlich ganz OK, und nach einigem hin und her haben wir auch herausgefunden, wie wir unsere Futons richtig machen.
Ein paar Leute sind gleich wieder unternehmungslustig und gehen noch einmal weg, um sich den nur einen Block entfernten Bahnhof anzusehen. Die anderen gehen duschen oder ruhen sich aus und nach und nach ziehen sich alle ihre Yukatas, die vom Hotel bereitgestellt werden, an und kommen in eines der 3er Zimmer. Dort essen wir die Geschenke der Japaner auf, erzählen uns merkwürdige Geschichten aus unserer Kindheit und spielen Chef-Vize auf Japanisch. Irgendwann gehen alle müde und erschöpft ins Bett.
Clarissa Eisenbach
Freitag, 10. Oktober
Nachdem wir uns mühsam aus dem Bett gequält haben, treffen wir uns um 8.00 Uhr unten an der Rezeption. In Ermangelung einer besseren Idee gibt es Frühstück bei McDonalds: Pancakes oder Hash-Potato... L
So gestärkt fahren wir mit dem Bus zum Ryoanji. Bevor wir den Steingarten besichtigen, referiert Sandra noch einmal die Geschichte Kyotos, und ich wiederhole meinen Beitrag über den Buddhismus. Und dann gehts endlich zum Steingarten! ^_^
Danach gehts im Sturmschritt zum Kinkakuji, der vor nicht allzu langer Zeit gestrichen wurde. Auf jeden Fall glänzt und leuchtet er noch mehr als auf den Postkarten...
Anschließend begeben wir uns auf die Suche nach einer Bank, da einige Leute noch Geld umtauschen wollen, und dazu in Tokyo wohl keine Zeit mehr ist.
Nach einer kurzen Mittagspause, in der wir uns in kleine Gruppen aufteilen, geht das Kulturprogramm weiter: auf zum Nijo-Schloss. Dort erzählt uns Janna etwas über die Geschichte des Schlosses und die Nightingale-Floor.
Als nächstes fahren wir zum Kyoto Studio Park. Da wir aber erst eine halbe Stunde vor Schließung dort ankommen, können wir den Park leider nicht bis in die letzte Ecke auskundschaften...
Nach erneuter Busfahrt kommen wir in Gion an, wo wir uns wieder in kleine Gruppen aufteilen und die Restaurants unsicher machen. Ich esse zum ersten Mal Tempura of Ice-Cream und bin schwer begeistert.
Um halb acht trifft sich die Gruppe wieder, und wir wandern durchs nächtliche Kyoto. Dabei kommen wir auch an einer Demonstration vorbei, der erste seit ca. 6 Jahren, wie uns eine Japanerin erklärt. Die Leute demonstrieren gegen den Einsatz von japanischen Truppen im Irak, gegen die Erhöhung der Mehrwertssteuer, gegen George Bush ...
Im Geisha-Viertel sehen wir sogar eine Maiko, allerdings nur von hinten. Andis Kommentar, als sie uns mühelos auf ihren Geta abhängt: Sie entschwand im Nebel der Straßen.
An der Bushaltestelle teilen wir uns in zwei Gruppen auf: die eine Gruppe fährt mit Herr und Frau Bertsch zurück ins Hotel, die andere Gruppe besichtigt mit Frau Beck-Deim noch den Yasakajinja.
Zurück am Bahnhof beschließen Janna und ich, noch das Bahnhofsgebäude zu erklimmen, um Kyoto bei Nacht und von oben zu sehen. Diese Anstrengung lohnt sich auf jeden Fall, denn wir werden mit einem grandiosen Ausblick belohnt. J
So gegen elf Uhr abends sind dann endlich alle wieder im Hotel, und bald beginnt ein vielstimmiges Schnarchkonzert...
Hella Lienert
Samstag, 11. Oktober
Nach einem leckeren Frühstück vom Kombini ging es pünktlich um 8:26 mit dem Nozomi nach Yokohama, Tokyo. Während der Zug also mit durchschnittlich 250 km/h durch die beeindruckende japanische Landschaft raste (ich weiß, ich soll nicht so viel sülzen, aber das musste einfach sein ^_^) taten wir unser bestes, um das amüsiert-leichtirritierte Ah, Gaijin! zur Abwechslung mal zu vermeiden. Wir schafften es auch vorbildlich - bis wir an Ogaki (Aahh!!! Ogaki!!! - Da ist mein Haus!!!)und später am Fuji-san (Da!!! Der Fuji-san!!! - Ich will `n Foto!!!) vorbeikamen... In Yokohama wurden wir von einem Komitee (darunter auch ein deutschsprechender Student der Toin Gakuen) der Toin Gakuen mit dem Bus abgeholt und zur Schule gebracht. Da der Schulleiter gerade dienstlich in China war , begrüsste uns der stellvertretende Schulleiter sehr freundlich in der Paulownia Hall. Nach einer Führung durch eine Ausstellung eines berühmten Künstlers und einen Gerichtsaal bekamen wir ein tolles Mittagessen, das ein bekannter Koch extra für uns gekocht hatte!!( Mit Goldfolie obendrauf!!!) Goldig, wie wir dann waren, trafen wir unsere früheren Partner aus Saulgau wieder, die alle in einer Klasse waren (die einzige gemischte
Klasse an dieser Schule übrigens!) und die sich jetzt auf die Aufnahmeprüfung für die Uni vorbereiten. Nach einem Gruppenfoto besichtigten wir zusammen mit unseren Partnern, die uns ab jetzt begleiteten, die Sportplätze, das Mädchengebäude, ein Konzert des Mädchenstreichorchesters , einen Judo- und einen Kraftraum und sahen ein Trommelkonzert (daikou) in der Memorial Hall! Das letzte Erlebnis ( ^_^ ) war ein Konzert des Mädchenchors für uns, dann gab es Tee und Kuchen. Danach mussten wir uns wieder von unseren Partnern verabschieden, denn für uns ging es weiter nach Tokyo. Wir wurden freundlicherweise von einem Bus der Toin Gakuen bis zur Jugendherberge gebracht. Dort angekommen, brachten wir unsere Sachen in unsere Zimmer und machten dann, da sich Frau Beck-Deim von den dauernden Aaahhh!!! Der Tokyo Tower!!!!!- Kreischanfällen hatte erweichen lassen, einen Spontantrip zum Tokyo Tower! Leider hatten wir dort nicht viel Zeit, um die Aussicht zu genießen: die Jugendherberge würde um 22:30 Uhr schließen. Also schnell zurück, noch schnell zum Mc Donald`s und da wars schon 22:35 Uhr und die Türen zu! Aahrg!! Aber hey - wozu haben wir Frau Beck-Deim? Und so lagen schon bald danach 12 erschöpfte kleine Japanischschüler glücklich in ihren Betten. (oder auch nicht ^_^ )
Janna Schulze
Sonntag, 12. Oktober
Heute steht ein harter Tag für uns an. Wir haben viel vor. Es ist das Museum für japanische Kunst und das Edo-Museum geplant. Wir gehen also von der Jugendherberge los und fahren mit der U-Bahn zum Kunstmuseum. Allein die U-Bahn fahrt ist schon ein Erlebnis, denn in Japan ist das U-Bahn fahren etwas anders als in Deutschland (wie fast alles). Jedenfalls muss man in Japan sich ein Ticket kaufen, wie auch hier, jedoch heißt das noch nicht dass man in die U-Bahn einsteigen kann. Man muss zuerst mit dem Ticket durch eine Schranke gehen und so gelangt man zur U-Bahn. Sehr wichtig ist es dann bei seiner langen U-Bahnfahrt nicht das Bahnticket zu verlieren, denn man kommt nur wieder aus der U-Bahn raus, wenn man das Ticket in die dafür vorgesehene Schranke steckt. Wie durch ein Wunder verliert tatsächlich keiner das Ticket während der Fahrt und es geht erst mal zum Kunstmuseum. Wir laufen durch einen Park der eigentlich schön auszusehen scheint, wenn es nicht ein bisschen regnerisch wäre. Nun ja, auf jeden Fall kommen wir nach einem kurzen Marsch an. Das Kunstmuseum überrascht durch einzigartige Kimonos aus dem Jahr 1700, seltene und gefährliche Schwerter, beeindruckende Buddhastatuen aber auch durch einem
Prospekt über das Museum ganz in Deutsch (was eher selten zu finden ist). Nach 2 Stunden geht es dann weiter. Wir laufen durch den Park und machen einen kleinen Umweg um einen Tempel zu sehen der dem sogenannten "schönsten Tempel Japans" nachempfunden ist. Nun geht es weiter. Wir machen einen Zwischenstopp in Elektronikviertel Tokyos Akihabara. Computer, Digi-Cams, Handy... soweit das Auge reicht. Wir drohen an Reizüberflutung der Werbetafeln einen epileptischen Anfall zu erleiden, doch schaffen es nach 45 Minuten wilden Bummelns uns vom wilden, erleuchteten Japan loszureißen und weiterzufahren. Wir erreichen das Viertel in dem das Edo-Museum zu finden ist, jedoch überwiegt unser Hunger dem Wissensdrang und wir entschließen uns erst mal essen zu gehen. Frisch gestärkt geht es dann ins Edo-Museum. Das Edo-Museum ist schon von außen sehr beeindruckend, aber innen erwartet einen eine große Überraschung: In einer großen, dunkel gehaltenen Halle ist eine Stadt der Edozeit originalgetreu aufgebaut. Dort gibt es viel zu sehen. Unter anderem alte Gegenstände aus der Edozeit und überraschenderweise kann man sogar in die Häuser hineinschauen, die natürlich originalgetreu eingerichtet sind. Zur Freude der Mädchen kann man auch Kimonos anprobieren. Oder was heißt anprobieren, die Kimonos werden einem in einer langen und komplizierten Prozedur angelegt und da unsere Gruppe aus zu vielen Mädchen besteht, lassen sich nur zwei ankleiden und präsentieren sich darauf den staunenden anderen. Nun geht es weiter im Programm. Es steht ein Kabuki-Besuch an. Wir machen uns auf zum Kabukitheater. Dort angekommen holen wir unsere Karten ab und werden zu unseren Plätzen gewiesen. Unsere "Plätze" sind Stehplätze ganz zum Leidwesen unserer Füße, aber dennoch ist das Kabuki so interessant, dass die großen Schmerzen im Nu verschwunden sind. Für alle, die nichts mit dem Begriff Kabuki anfangen können, hier eine kleine Erklärung:
Kabuki ist eine Form des Theaters. Jedoch liegt die Besonderheit darin, dass Männer alle Rollen übernehmen, auch die der Frauen. Das Ganze wird dann durch Musik begleitet und mit gelegentlichen "Tanzeinlagen" aufgelockert. Obwohl wir nichts verstehen faszinieren uns die Bewegungen der einzelnen Künstler und am Ende versuchen wir zwei Rätsel aufzudecken. Erstens, was war der Inhalt der Geschichte, wobei wilde Spekulationen über eine dramatische Liebesgeschichte die Runde machen, und zweitens, wieso das Publikum dauernd reingerufen hatte. Dieses Reinrufen ist wohl eine weitere Besonderheit des Kabuki, aber das ist immer noch nicht genau geklärt. Es ist schon spät geworden und alle haben Hunger. So beschließen wir wieder nach Akihabara zu fahren, was auf dem Weg liegt, und dort zu essen und noch ein wenig zu bummeln. Wir verbringen unsere Zeit hauptsächlich damit zu essen und in ein Gamecenter zu gehen, um dort Puricuras zu machen. Puricuras sind kleine Fotos, in denen man als Gruppe posiert und die man dann unter Zeitdruck verzieren kann. Das macht uns sehr Spaß. Daraufhin geht es nach Hause und wir fallen alle müde in unsere Betten.
Andreas Plaianu
Montag, 13. Oktober
Dieser Montag war unser letzter richtiger Tag im Land der aufgehenden Sonne. Wie sch
on gewohnt begann auch er mit zeitigem Aufstehen und einem recht schnellen Frühstück in unserer Jugendherberge. Und schon gings los zu unserem ersten Ziel für den heutigen Tag: dem Asakusa-Kannon-Tempel. Das große Tor mit dem roten Lampion in der Mitte wirkte genauso beeindruckend wie die Menschenmassen, die sich hier schon zu dieser für uns frühen Stunde eingefunden hatten. Eine lange, vo
n beiden Seiten mit kleineren Geschäften besetzte Passage führte schließlich schnurgerade zum Hauptgebäude des Tempels, in dem man leider nur den Vorraum betreten konnte. Und schon wurde auch bereits wieder die Zeit bis zu unserem Treffpunkt vor dem Tor knapp und es reichte gerade noch auf dem Rückweg das ein oder andere Geschäft näher zu betrachten. Als wir noch auf die restliche Gruppe warteten, merkten wir erst, wie warm es inzwischen geworden ist, denn selbst in T-Shirts war es schon zu heiß. Als nächstes besuchten wir einen großen Bazar, auf dem man so ziemlich alles kaufen konnte, was man als Tourist mit Japan in Verbindung bringen könnte und viele von uns waren nach diesem Besuch um einen oder mehrere Yukata reicher.
Gleich nach dem Bazar besichtigten wir den Meijischrein ganz in der Nähe. Es war seltsam erst in der Großstadt zu sein und plötzlich mitten in einem Wald zu stehen. Wir liefen durch zwei riesige hölzerne Götterbögen, die in einigem Abstand zu einander standen, auf unserem Weg durch den Wald, bis wir schließlich den Meijischrein entdeckten. Das Wetter hatte sich mittlerweile deutlich verschlechtert. Schon kurz nach dem Bazar zogen Wolken auf, so dass wir die ganze Strecke durch den Wald bis zum Schrein im Regen hinter uns bringen mussten. Auch im Meijischrein war der Zutritt nicht überall erlaubt und so konnten wir das meiste
nur von außen betrachten. Während unseres Aufenthaltes dort entdeckten wir sogar ein japanisches Brautpaar, dass gerade Fotos von sich machen ließ. Klar, dass auch wir unsere
Fotoapparate bei diesem Anblick nicht im Zaum halten konnten und auch manche der Gäste wurden nicht von uns verschont ;-).
Schließlich war es Zeit in Harajuku Mittagessen zu gehen, denn uns knurrte schon längst der Magen. Wie auch schon in den letzten Tagen trennten wir uns auch an diesem in kleine Gruppen, um uns etwas zu essen zu suchen. Wir entschieden uns schließlich für den Burgerladen neben dem MC Donalds, um mal etwas Neues auszuprobieren und auch weil es noch stärker als vorher regnete, so dass wir trotz unserer Schirme nicht in der Lage waren unsere Sachen und natürlich uns trocken zu halten und der Laden lag außerdem einfach näher. Nachdem wir essen waren und ich meine erste Bekanntschaft mit einer
sprechenden und Quellen-Geräusche-nachahmenden Toilette gemacht hatte, war es einfach unmöglich den Laden wieder zu verlassen, weil der Ausgang nun durch Menschenmassen verstopft war, die alle nach innen drängten. Ein Blick nach draußen klärte uns auf: der Regen schoss in sintflutartigen Wasserfällen die abschüssige Straße hinab. Es goss wie aus Kübeln und der kleine Stand vor dem Laden, der Regenschirme verkaufte florierte so sehr, dass sich der Verkäufer nach diesem Tag wohl zur Ruhe gesetzt hat. Das Wasser floss uns in die Schuhe, als wir nach einer halben Stunde beschlossen, in den gegenüberliegenden Laden zu stürmen und in der nächsten Stunde nichts als Purikura-Bilder zu machen.
Seltsamerrweise war die Straße schon halb trocken, als wir wieder nach draußen traten und die Sonne schien wieder vom Himmel, als wäre nichts gewesen. Nur unsere nassen Socken erinnerten sich n
och ausgesprochen gut daran. Eine letzte Shoppingtour durch Harajuku und dann ging es zur Karaokebar. Leider litt die, die wir gebucht hatten durch den Regen unter Stromausfall, aber an Ersatz war bereits gedacht worden. Beim Karaoke-singen, entdeckten wir schließlich unser &Mac226;wahres Talent, nur schien es vielleicht nicht unbedi
ngt Singen zu sein ;-). Trotzdem machte es super viel Spaß, auch wenn man manchmal weder Text noch Melodie konnte. Ger
echterweise muss ich allerdings sagen, dass es auch welche unter uns gab, die beides gut beherrschten ,jschließlich muss es ja auch unter uns welche davon geben ;-).
Später am Abend liefen wir noch durch Shibuya, bevor wir um halb elf Uhr wieder in der Jugendherberge sein mussten. Das Ende eines langen, anstrengenden und vor allem wirklich schönen Tages war gekommen. Und vor uns lag nun unsere letzte Nacht in Japan. Schade, die Zeit ist viel zu schnell vergangen !
Larissa Elser
Dienstag, 14. Oktober
Als morgens um 05.30 Uhr Larissas Handy klingelte, war die Nacht vorbei: Der Tag der Rückreise war da! Das mag jetzt vielleicht euphorisch klingen, das war es aber nicht. Denn zuerst kam nun das Aufstehen, das manche sehr viel Überwindung kostete und das letzte Packen, bis wir uns um 06.30 Uhr an der Rezeption der Jugendherberge trafen (Larissa und ich waren natürlich zu spät). Dann ging es los, mit dem Aufzug zu den Gleisen der JR und später zum Sky Liner, der uns direkt zu Terminal 2 des 80 km entfernten Flughafen Tokyo Narita brachte. Frühstück? Das mussten wir irgendwo und irgendwann auf dem Weg essen.
Das Einchecken verlief relativ reibungslos, wenn wir auch lang warten mussten, weil es SELTSAMERWEISE Probleme mit dem Gewicht des Gepäcks gab. (Wer hätte das gedacht?) Dann hatten wir vor der Handgepäckskontrolle um 11.30 Uhr etwas freie Zeit im Flughafen. Leider wurden bei der Kontrolle des Handgepäcks meine Wurfsterne entdeckt, die ich versucht hatte, im Rucksack durchzuschmuggeln.
Um 12.15 Uhr war endlich Boarding. Dann: Start bei Wind und Wetter - ein letzter Blick auf Tokyo und ab gings nach Deutschland.
Der Flug selbst war relativ ruhig, nachdem wir Tokyo hinter uns gelassen hatten. Auch bei uns war nicht viel los, dazu war unsere Übermüdung zu groß. Wir wurden erst etwas aktiver, als wir um 17.45 Uhr MEZ in Frankfurt am Main, Deutschland, landeten. Dort
bekamen wir sogar noch den früheren von zwei möglichen ICEs, in dem wir uns erst einmal durch die Reihen unfreundlicher Deutscher in unsere Abteile drängeln mussten.
Unser ICE (kein Vergleich zum japanischen Shinkansen!) kam um ca. 20.30 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof an, wo schon unsere Familien auf uns warteten. Wir bedankten uns noch kurz bei Frau Beck-Deim und dann war der Austausch endgültig zu Ende.
Johanna Mettler
Gastfamilienberichte:
Herr Bertsch bei Familie Hayashi
Zum vierten Mal die gleiche Familie: man fühlt sich sofort zu Hause. Alle zwar etwas in die Jahre gekommen, einschließlich des großen, gemütlichen Hundes, der mich offensichtlich wiedererkennt und freudig die mitgebrachten Kekse verspeist.
Jeder hat seinen Stammplatz am Tisch, Gespräche und Rituale sind eingespielt und doch wieder neu: Japan verändert die Perspektive, manches verliert auf Japanisch seine Eindeutigkeit, weil immer wieder Worte fehlen, Umschreibungen an ihre Stelle treten, der Gedankengang des Gastes sich im Gestrüpp der -te-Formen und anderer Feinheiten der Wortfolge verliert. Oft bleibt es bei Halbsätzen, die intuitiv von den japanischen Freunden erfasst werden, aber auch Halbverstandenem, weil die Gesprächspartner, in rücksichtsvollem Bemühen, sich verständlich zu machen, das treffende Wort umschreiben und den verständnisheischenden Gaijin in einem Wortschwall ertränken. Aber irgendwie gelingt die Verständigung doch wieder von Tag zu Tag besser - oft auch ohne viel Worte.
Hayashisan ist ein guter Kenner Deutschlands und schwäbischer Mentalität - er war schon acht Mal in Süddeutschland, kennt selbst Möhringen, Winterbach, Ehingen und andere bedeutende Zentren der Württembergischen Sportjugend - so dass es keine Probleme gibt: im März 2004 wird er wieder eine Gruppe nach Stuttgart begleiten. Auch die in der Familie verkehrenden Freunde sind wieder da - Frau Aya, die wieder köstliche japanische Speisen auf den Tisch bringt, fürsorglich, umsichtig, immer freundlich; Nakashimasan, immer hilfsbereit und begabt, lange Gespräche und Äußerungen für den Doitsujin in einfacheres Japanisch zusammenzufassen...; Nachbarn und Geschäftskollegen, die zum Abendessen eingeladen sind. Wieder gestaltet Hayashisan den Aufenthalt in seinem fast europäisch anmutenden Haus aufs Angenehmste, vermittelt japanisches Leben aufs Trefflichste:
Einkaufen, Essen, Nachbarschaftsbindungen, Kalligraphie, herzliche Gastfreundschaft... Er scheint ganz Ogaki zu kennen und jeder kennt ihn, jeder Gang durch die Stadt (besser: jeder Halt seines Geländewagens) wird zum Ereignis und zur unerwarteten Begegnung mit Freunden, Bekannten...
Selbstverständlich begleitet er seinen Gast in Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen, Tempel, Schreine und andere geschichtsträchtige Orte: Nach Takayama, Ise, Hikone in den vergangenen Jahren standen diesmal Nakahama am Biwasee (mit dem Zug!) sowie das Tokugawa-Muse
um in Nagoya (mit anschließender Delphinshow im Meeresaquarium) auf dem Programm, mit all den dort anzutreffenden Schätzen aus Geschichte und Gegenwart: Japan pur, wie aus dem Bilderbuch, abgerundet durch die zu Herzen gehenden Melodien von Yoko Moriyamas CD Satôkibibatake (Zawawa...).
Seine Arbeit beim Sportverband wird ihn bald wieder nach Stuttgart führen: spätestens dann gibt es einen Trafo mit 110 Volt, statt der mitgebrachten 220 V, damit die Mini-Märklin auf dem Schreibtisch ihre Runden drehen kann...
Hayashisan, danke schön - bis bald!
Ogakideno Homestay
Yonkai-memo onaji homestay-family deshitakara, suguni jibunno uchino yôni kutsurogu kotoga dekimashita. Mochiron minna sukoshi toshitorimashita, otonashii inumo. Sono inuwa watashiho oboeteiru yô deshita. Ureshi sôni omiyageno kukkiho tabemashita.
Teberudewa minna regurâ sekiga arimasu. Kaiwa to shûkanwa nareteimasuga, mata atarashi koto mo arimasu. Nihonwa watashitachino shitenho kaemasu. Watashitachino goimo tarimasenshi nagaisetsumeiga sareruuchi, kangaega tejoshi ya gojunno bunpôkisokuno tameni motsurete (shigemini haitte), wakaranaku natte shimaimasu. Dakara nihongode meikakuna ishino hyougenga dekinikuku narimasu. Shibashiba iitai kotono hanbunde owatte shimaimasu. Kono hanbunwa taitei nihonjinno yûjintachino chokkande wakatte moraemashitaga, wakatte moraenai kotomo arimashita. Doitsujin ni hairyoho shitekureta kaiwano aitega wakariyasui kotobade hanasôto, iroirona kotobani iikaete kuremashitaga, rikai shitagatteiru gaijinho sono kotobano kôzuide oboresasete shimaimashita.
Demo nantoka ishino sotsûga mainichi mainichi sukoshizutsu umaku itte seikô suruyôni narimashita shibashiba takusanno kotoba nashi demo.
Hayashisanwa hachikai minamidoitsuni kiteimasu kara doitsu to minamidoitsu (tsumari Shuwâben to iu chiho) no kangaekataho yoku shitteimasu. Winterbachho hajime, Möhringen ya Ehingen nadono Würutemuberugisshe Suporutsuyûgento no taisetsuna chuushinchimo yoku shitteimasu kara, mondai nai desu. 2004 no 3-gatsu ni mata hokano gurûpu to isshoni Stuttgartoni kimasu.
Kazokuno tomodachitomo mata au kotoga dekimashita. Ayasanwa oishi nihonryôriho tsukutte kuremashita. Teatsukumotenasu, shinchôde totemo yasashii josei desu. Nakashimawa itsumo shinsetsuni osewaho shitekureru hito. Nagai hanashi ya hatsugenho doitsujinno tameni kantanna nihongoni matomeru nôryokuno aru tomodachi. Soshite yûshokukaini kite kudasatta kinjono katagata ya shigotonakama nadono katagata.
Konkaimo Hayashisanwa yôroppafûno iede watashino nihontaizaiga kimochi yoku sugoseru yôni saikôno motenashiho shite kuremashita. Kaimono, ninhonryôri, gokinjotono kôryû, soshite shodômo shite misete kuremashita.
Hayashisanwa Ogakino hitoho mina shitte iruyô desu, soshite Ogakino hitomo mina kareho shitte iruyô desu. Machiho sanpo shiteiru to (motto tadashi iikataho sureba: RV kurumaho tomeru tabi) tomodachi ya shiriaini deai, daijikenni narimashita.
Mochiron watashiho honya ya toshokan ya hakubutsukan ya otera ya jinja, soshite rekishitekini omoshiroi tokorohemo tsureteitte kuremashita. Mae, Takayama to Ise to Hikonehe ikimashita kara, konkaiwa Biwakono Nakahama (denshade!) to Nagoyano Tokugawahakubutsukanho kenbutsu shimashita. Atode omoshiroi irukashôho mita suizokukanno aru kôenhemo ikimashita.
Omoshiroi rekishi to genzaino takarade ippaino tokoro... Junna Nihon, subarashii Nihon, ehonno yôna kuni. Moriyama Ryôkono Satôkibibatake (Zawawa...) to iu kokoroni shimiru utade konkai no nihonryokômo kanzenna mono ni narimashita.
Shigotode Hayashisanwa môsugu Stuttgartohe kimasu. Osokutomo sono toki madeni 110 borutono henatsukiho mitsukete okimashô, motte itta 220 borutono kawarini.
Märklin-Mini-densha tsukueno uede hitomawari suru kotoga dekiru yôni.
Hayashisan, dômo arigatô mata oai surunoho tanoshimini shiteimasu!
Frau Beck-Deim bei Familie Uchiyama
Unsere diesjährige Woche in Ogaki habe ich bei Familie Uchiyama verbracht.
Die beiden Söhne der Familie, Takahiro (9) und Naoki, (4), waren gleich sehr aufgeschlossen und interessiert an mir und erzählten mir viel. Yuko und Tatsuo Uchiyama haben mich herzlich empfangen und mich eine angenehme Woche in sehr netter Atmosphäre verbringen lassen. Wir führten viele interessante Gespräche und ich konnte täglich köstliches japanisches Essen genießen, das meist Tatsuo fachmännisch zubereitete. Das Sushi im Restaurant hat auch ausgezeichnet geschmeckt. Sehr aufschlussreich war der Besuch in der privaten Geburtsklinik , in der Herr Uchiyama arbeitet. Die Zimmer waren großzügig und dekorativ ausgestattet, das Wartezimmer im französischen Empirestil gehalten.
Zu Hause bot sic
h die Gelegenheit, mit den Schülerinnen und Schülern von Frau Uchiyamas Englischkursen zu sprechen. Sie waren neugierig und stellten viele Fragen über Deutschland. Da Yuko verschiedene internationale Kontakte pflegt, hatten wir Anlass alle möglichen Vergleiche anzustellen z.B. über die Gesellschaft, Kindererziehung, Gesundheit etc..
Während ich am Samstag traditionsgemäß nach Nagoya zu Maruzen fuhr, verbrachten wir den Sonntag ruhig mit gemeinsamem Einkaufen und Kochen. Abends gab es dann Braten Spätzle und Soße.
Ich habe mich im Haus Uchiyama sehr wohl gefühlt und möchte der ganzen Familie herzlich für Ihre Mühe danken. Domo arigato gozaimashita!
This year, I spent the week in Ogaki with the Uchiyama family. The two sons of the family, Takahiro(9) and Naoki (4) were from the beginning very open and curious, they told me a lot of things. Yuko and Tatsuo Uchiyama gave me a hearty welcome
and I passed my week in a very pleasant atmosphere. We had a lot of interesting conversations and every day I could enjoy delicious Japanese food mostly prepared by Tatsuo who is an expert. I liked also the evening in the Sushi bar. Very informing was the visit to a private birth clinic where Mr. Uchiyama works. The rooms were all quite spacious and generously decorated, the waiting room was equipped with French Empire Style furniture.
At home I had the occasion to talk to students of Mrs.Uchiyamas English classes.
They were curious and asked me all kind of questions about Germany. As Yuko has different international contacts, we did all kinds of comparisons for example concerning society,education, health etc..
On Saturday, I went to Maruzen in Nagoya as usual and on Sunday, we went shopping to cook a meal together. We had German style meat, spätzleand sauce. I enjoyed my stay in Uchiyamas house very much and I cordially want to thank the whole family for all they did for me! Domo arigato gozaimashita.
Frau Bertsch bei Familie Mori
Schon dreimal hatte ich meinen Mann nach Ogaki zum Schüleraustausch ziehen lassen, zu Hause die Stellung gehalten, die neuesten Entwicklungen im KCG und in der Politik nach Japan durchgegeben (am spannendsten war es im Oktober 2001, als in unserem Bekanntenkreis reihenweise die Flugreisen storniert wurden, die Möhringer Gruppe sich aber nicht von der weiten Reise abhalten ließ) und hatte nach seiner Rückkehr begierig den begeisterten Reiseberichten gelauscht; dieses Jahr nun wurde mir in der eingeladenen Gruppe ein Lehrerplatz angeboten.
Obwohl der Ablauf des Programms in Ogaki für mich manchmal ein Déjà-vu-Erlebnis war, da ich schon viele Fotos gesehen, zahlreiche Berichte gehört und einige Leute bei ihrem Besuch in Stuttgart kennengelernt hatte, war der Eindruck überwältigend. Der Empfang durch die Stadt war äußerst freundlich und höflich, die Organisation durch OIEA ausgezeichnet und kompetent, die Bewirtung großzügig und typisch japanisch. In knapp einer Woche lernten wir die Geschichte der Stadt, ihre Museen und Plätze, zwei Schulen sowie neue (Solarzentrum) und traditionelle (Glasflaschenfabrik) Technologien kennen und machten einen wunderschönen Ausflug ins Kiso-Tal. Und immer wurden wir begleitet von den liebenswürdigen, sprachkundigen (Englisch, Deutsch), hilfreichen Angestellten der Austauschorganisation.
Dies war ein Programm, wie es wohl keinem Touristen geboten wird - doch das Beste kommt noch: der Aufenthalt in der Familie Mori. Sie nahmen mich mit großer Herzlichkeit in ihr schönes Haus auf und taten alles, damit ich mich wohl fühlte. Moris sind eine moderne, aufgeschlossene, unkomplizierte Familie mit typisch japanischem Lebensstil. Ich bekam köstliches japanisches Essen mit viel Gemüse, das zum größten Teil aus Moris eigenem Gemüsegarten auf einem Reisfeld stammte; zum Frühstück gab es aber neben der leckeren Misosuppe auch Kaffee, Toastbrot und Joghurt. Frau Mori ging mit mir spazieren und einkaufen, am Sonntag machten wir mit ihrem Mann eine schöne Wanderung zum Yôro-Wasserfall und sahen unterwegs in einem Dorf eine japanische Hochzeit. Am Samstagabend durfte ich unterhalb des hell erleuchteten Schlosses von Gifu im Mondschein das Fischen mit Kormoranen erleben. Zunächst aßen wir in einem der vielen Boote unser mitgebrachtes Essen auf Tatami-Matten (natürlich ohne Schuhe), danach fuhren wir den dunklen Fluss hinauf, neben uns die sechs Fischerboote, von denen jedes vorne einen Korb mit funkensprühendem Feuer hatte. Davon wurden die Fische angelockt und die fleißigen Vögel - 12 an jedem Boot angeleint - tauchten unaufhörlich nach ihnen.
Trotz der vielen Arbeit, die sie mit mir hatte, gab mir Frau Mori, die ausgezeichnet Englisch spricht, jeden Abend einen kleinen Privatkurs in japanischer Sprache und Kultur. So habe ich nicht nur eine Schatzkiste mit wunderschönen Geschenken mitgebracht, die in meiner Wohnung etwas japanische Atmosphäre verbreiten, sondern auch einen Schatz an Wissen über Japan und die Japaner. Ihnen, liebe Gastschwester Frau Mori, Ihrem Mann, Ihrem Sohn und auch Ihrer Schwester herzlichen Dank für alles, was Sie für mich getan haben, für die Zeit, die Sie mit mir verbracht haben und für die vielen interessanten Gespräche. Sayonara.
Ogaki live
Three times already I had seen off my husband on his way to Ogaki with a group of students and some colleagues. Each time I had patiently stayed at home alone, had reported the latest developments at the KCG (Königin-Charlotte-Gymnasium) and in politics to Japan (most exciting in October 2001 when nearly everyone we knew had cancelled their long-distance-flights, but of course the group from Möhringen wouldnt think of not going to Ogaki), then, after his return, I had eagerly listened to the enthusiastic travelogues - this year I was offered to be part of the group that had been invited.
Although the programme in Ogaki was sometimes like déjà vu for me, as I had already seen many photos, heard lots of reports and had met some people here in Stuttgart, the impression on me was overwhelming. The reception at the city hall was very friendly and polite indeed, the organisation by OIEA was excellent and competent, food and service were very generous and typically Japanese. In less than a week we got to know the history of Ogaki city, its museums and squares, two schools, new (Solar Ark) and traditional (Nihontaisanbin) technologies and went on a wonderful trip to Kiso Valley. All the time we were accompanied by the most amiable and helpful employees of the exchange organisation, who also speak English and German so well.
No tourist is likely to be offered such a fine programme - but the best is yet to come: homestay with the Mori family. They gave me a warm welcome into their nice house and did everything to make me feel at home. The Moris are a modern, open-minded, easygoing family, their lifestyle is typically Japanese. I was given delicious Japanese food (oishikatta desu) with lots of vegetables, most of which they had grown on their little farm in a rice field, but at breakfast I was also offered coffee, toast and yoghurt besides the nice miso soup. Mrs Mori went walking and shopping with me. At the weekend her husband joined us for a hike to Yôro waterfall. On our way we saw a Japanese wedding. On Saturday night we went to watch cormorant fishing in Gifu. The scenery was very romantic: the moon was shining on the beautifully illuminated castle on top of the hill. First we had picnic on one of the many boats on a tatami floor (shoes off, of course), then we went up the dark river alongside the six fishing boats, each of which had a big fire in a basket at the front whose flying sparks attracted the fish. The diligent birds - 12 of them tied up to every boat - were diving for them without a pause.
In spite of all the extra work she had on my behalf, Mrs Mori, whose English is excellent, gave me a private lesson in Japanese language and culture every evening. Thus I have brought back from Japan not only a real treasure chest with lovely presents which bring some Japanese atmosphere into my home, but also a rich treasure of knowledge about Japan and its people. Many thanks to you indeed, Morisan, my dear host-sister, as well as to your husband, your son and to your sister for everything you did for me, for the time you spent with me and for the many interesting discussions we had. Sayonara.
Johanna Mettler bei Familie Isozaki
Samstag, 04.10.2003
An diesem meinem ersten einigermaßen programmfreien Tag stand ich um ca. 09.45 Uhr auf, nachdem ich ausgeschlafen (?) hatte. Sobald ich mein Zimmer verlassen hatte, kam meine Gastmutter Frau Isozaki auf mich zu (meine Gastschwester Shoko war in der Schule) und stellte mich vor die Wahl: Erst Frühstück oder erst Dusche? Ich -halbwach - entschied mich für die Kombi Dusche-Frühstück. Anschließend fragte ich Frau Isozaki, ob ich den PC in meinem Zimmer benutzen durfte. Sie setzte sich sofort mit mir an den PC, startete ihn usw. So entdeckten wir eine E-Mail von Shoko an mich, in der stand, dass sie später heimkommen würde. Sie kam dann auch um 14.00 Uhr und stand plötzlich in meinem Zimmer: Lets go! ich saß nur da: Hä? Was will sie von mir? Wohin? Ich hatte völlig vergessen, dass wir italienisch essen gehen wollten.
Als wir im Restaurant angekommen waren, bestellten wir eine Pizza und noch einiges Zubehör für alle zusammen. Es war insgesamt sehr viel und sehr lecker. Danach gings ins nächste Kaufhaus, wo mir Shoko mitteilte, ich dürfe mir etwas aussuchen, weil ich ihnen auch etwas geschenkt hätte. Das war mir etwas peinlich, aber so kam ich zu einem neuen Pulli und zu einem Set Trinkbechern aus Ton. Außerdem kaufte Frau Isozaki super-leckere japanische Süßigkeiten: Große Trauben in mochi eingehüllt.
Dann war der Nachmittag auch schon um und wir gingen heim zum Abendessen. Das waren meine selbst gemachten Soba (die gar nicht so schlecht schmeckten wie sie aussahen). Anschließend durfte ich zum ersten Mal ein japanisches Bad nehmen. Es war sehr angenehm und entspannend und danach war ich so müde, dass ich fast sofort ins Bett gegangen bin.
Sonntag, 05.10.2003
Heute musste ich schon um 08.15 Uhr aufstehen, weil Shoko mich mit nach Gifu nehmen wollte. Wir wollten uns dort mit einem ihrer Klassenkameraden treffen. Dieser hieß Jesse und war für ein Jahr aus Amerika nach Japan gekommen.
Also fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Zug nach Gifu City. Dort angekommen, gingen wir erst noch in die Bücherei und schauten uns ein paar Läden an. Um 11.00 Uhr trafen wir uns dann mit Jesse und gingen erst mal bei Mosburger etwas essen. Danach waren wir noch in ein paar Kaufhäusern, bei Starbucks (diesmal was trinken - jaja, ich tu was für meine Figur!!) und noch mal in der Bücherei, um Musik zu hören. Dabei unterhielt ich mich mit Jesse über sehr interessante Dinge - allerdings auf Englisch.
Um 17.00 Uhr fuhren wir zurück nach Ogaki. Auf dem Heimweg trafen wir noch zwei Freundinnen von Shoko, mit denen wir einen Tag später auch noch mal purikura machen gingen.
Dann waren Shoko und ich rechtzeitig zum Abendessen zu Hause. Danach haben Shoko, Frau Isozaki und ich uns noch den ganzen Abend über alle möglichen Dinge unterhalten, bis ich so todmüde war (und wohl auch aussah), dass sie mich ins Bett schickten.
Saturday, 2003/10/04
On this -my first nearly program-free day- I woke up at 09:45 am. When I left my sleeping room, immediately my host mother Mrs. Isozaki came (my host sister Shoko was at school) and asked me: First breakfast or first shower? I decided to have a shower first and then to have breakfast. After that, I asked Mrs.Isozaki if using the computer in my room was okay. She began to run the computer for me. So we explored an e-mail from Shoko to me, which said that Shoko would be late. She arrived at 02:00 pm: Suddenly she stood in my room and told me: Lets go! I was very surprised, because I had forgotten that we were going to have lunch in an Italian restaurant.
In the restaurant we ate pizza with some other things, which was very much, but delicious. After this, we went into the next department store, where I was told by Shoko, that I was allowed to choose something, because I had given them presents, too. This was a little embarrassing for me, but that way I got a new pullover and a set of tea cups. Moreover, Mrs.Isozaki bought some very delicious Japanese sweets: Grapes, covered with mochi.
Then, the afternoon was over and we went home to have dinner. We had my self-made soba (which didnt taste as worse as they seemed to). Next, I was allowed to take a Japanese bath for the first time. It was very pleasant and very relaxing and afterwards I was so tired that I went to bed nearly immediately.
Sunday, 2003/10/05
This day, I already had to get up at 08:15, because Shoko wanted to take me along to Gifu. We were going to meet one of her class mates. His name was Jesse (he was American) and he was in Shokos class for one year.
So, after breakfast we went to Gifu City by train. There, we went to the library at first and then watched some small shops. At 11:00 am we met Jesse and went to have lunch at Mosburgers. After this, we were in some department stores, at starbucks and in the library again, this time to listen to some music. During all that, I discussed some interesting topics with Jesse - in English.
At 17:00 pm we went back to Ogaki. On the way, we met some friends of Shokos, with whom we went to make some purikura the next day.
Then, Shoko and me were at home just in time for dinner. Afterwards, Shoko, Mrs.Isozaki and me talked very long about different things, until I was so tired that they sent me to bed.
Hella Lienert bei Familie Iwai
Als ich den Saal, wo die Begrüßungsfeier abgehalten werden sollte, zum ersten Mal betrat, war mir ein wenig mulmig zu Mute. Ich kannte meine Familie ja gar nicht!
Aber bereits bei der Gegenüberstellung der Partner war diese Angst verflogen, da meine Mutter und meine Partnerin, die mich abholten, sehr nett waren.
Zu Hause lernte ich dann noch meinen Vater, den Kater Romeo und meinen Bruder kennen. Von dem sah ich in dieser einen Woche aber nicht allzu viel, da er sich auf die Universität vorbereitet und dadurch praktisch nie zu Hause ist...
Am ersten Abend saßen wir dann zusammen im nihonma und stellten uns gegenseitig unsere Familie vor und beschrieben die Stadt, aus der wir kommen. Auch das Problem der Verständigung war keines, da Yuka und meine Mutter recht gut Englisch sprechen und wir außerdem ein gutes Lexikon hatten. J
Am Wochenende fand dann das eigentliche Gastfamilienprogramm statt. Wir (Vater, Mutter, Tochter) fuhren zusammen nach Nagoya, um uns das Nagoya Castle anzuschauen. Dabei musste ich die alte Frage klären: Ist das Schloss von Ogaki schöner als das von Nagoya? (Mein Vater stammt aus Ogaki, meine Mutter aus Nagoya)
Danach stürzten wir uns in die Läden von Nagoya. Ich hatte meiner Familie vorher erklärt, was ich gerne kaufen würde, und so führten sie mich zielsicher in die richtigen Läden.
Am Abend holten wir meinen Bruder von der Bahn ab und gingen in ein spanisches Restaurant essen. Es wurde ein sehr unterhaltsamer Abend!
Als ich am Donnerstag meine Familie verlassen musste, war es irgendwie viel zu früh. Ich hatte mich bei ihnen eingelebt und gerade Freundschaft mit dem Kater geschlossen.
Meine Familie hat sich sehr große Mühe gegeben und ich wäre gerne noch länger dort geblieben!!!
When I stepped into the room where the meeting ceremony was held for the first time, I felt a bit anxious. I had never met a member of my host family before!
But after having met my partner, Yuka, and my mother, who came to pick me up, that fright was gone, since they were very nice.
At our home I met my father, their cat named Romeo and my Brother, Shintaro. But I did not see him too often, because he is studying for university entrance exams and practically lives at school
L
On the first evening, we sat together in a nihonma an told each other about our families and our hometown. And the communication between us was no problem, because Yuka and my mother were both very good at speaking English, and we had a good dictionary
J
On the weekend we (father, mother, daughter) went together to Nagoya, in order to visit Nagoya Castle. There I had to decide which castle is more beautiful: that of Ogaki or that of Nagoya? (My father is from Ogaki, my mother from Nagoya
)
After this we went shopping in Nagoya. Since I had told my family what I would like to buy, they showed me the best shops to find these items.
In the evening we picked up Shintaro from the station and went to a Spanish restaurant to eat dinner there. It was a very nice evening!
When I had to say good bye to my family for the last time on Thursday, it was much too early. I had started feeling at home with them, and I had finally become friends with Romeo.
My family tried very hard to make this an unforgettable experience and they succeeded!
I would have liked to stay longer with them!!!
Julia Will bei Familie Okada
Ikumi hatte schon in ihren e-mails ein bisschen über ihre Familie geschrieben und ich war sehr gespannt darauf Herrn und Frau Okada sowie Mami, Ikumis Schwester kennen zu lernen. Und ich war so froh Ikumi wiederzusehen!!! Während meines Aufenthalts bei den Okadas war ich sehr glücklich. Alle
waren so freundlich und nett und kümmerten sich rührend um mich; Ich war nicht bloß ein Austauschschüler, sondern wurde von Anfang an in das Familienleben miteinbezogen! Und ich habe viel geweint, als wir wieder weiter mussten; ich hätte die zweite Woche lieber mit den Okadas, als in Tokyo und Kyoto verbracht...
Wir hatten soviel Spaß zusammen und ich vermisse sie alle sehr! Die Woche, die ich mit den Okadas verbrachte war eine der schönsten, die ich jemals erlebt habe; ich werde nie vergessen wie lieb sie zu mir waren und wie viel wir zusammen lachten...
Ikumi had already told me a little about her family in her e-mails, so I was very anxious to meet Mr. and Mrs. Okada and Mami, Ikumis sister. And I was so glad to finally see Ikumi again!!! I also was really happy during my stay at the Okadas house. They were so friendly, nice and took really good care of me; from the very beginning I didnt feel like an exchange student, but like a real family member! I cried a lot, when I had to leave. Id rather have spent the second week with the Okada family as well, instead of going to Kyoto and Tokyo... We had so much fun together and I really miss them! The week I spent with the Okadas was one of the happiest times in my life, and Ill never forget their kindness and how much we laughed together...
Malte Horstmann bei Familie Onoda
Ich war vom 2.10.03 - 9.10.03 für 7 Tage und 8 Nächte in einer japanischen Gastfamilie. Meine Gastfamilie hieß Onoda und der Sohn der Familie Minoru. Er war schon letzten Sommer für 8 Tage in meiner Familie. Wir hatten und haben seit dem regelmäßigen Briefkontakt.
Ich habe in dieser Woche sehr viel über die japanischen Sitten und Bräuche von meiner japanischen Gastfamilie gelernt!
Meine Gastfamilie hat ein typisch japanisches Haus mit einem wunderschönen Garten der sehr gepflegt war.
Schon als ich das erste Mal das Haus betrat, vergaß ich prompt meine Schuhe vor der ersten Stufe in den Flur auszuziehen. Mein Gastvater sagte mir aber rechtzeitig Bescheid.
Sie waren alle immer sehr nett zu mir und wir hatten viel Spaß miteinander!
Am Anfang war die Konversation auf ja und nein beschränkt, da meine japanischen Sprachkenntnisse sehr gering waren, wie ich schnell merkte. Doch je mehr ich mit meiner Familie sprach umso schneller verstand ich, was sie mich fragten.
Mit Minoru spielte ich oft abends bis spät in die Nacht noch an der Playstation einige Spiele, obwohl ich eigentlich schon hundemüde war! Aber es hat mich jedes Mal wieder gereizt gegen ihn anzutreten, da ich oft verlor! Minoru war auch ein sehr guter Maler. Am Dienstagabend ging ich mit ihm in seinen Kunstunterricht. Sein Kunstlehrer malte 25 Jahre lang in Frankreich und sprach daher sogar besser französisch als englisch. An diesem Abend musste ich dann auf verschiedenen Sprachen sprechen(Englisch; Französisch; und Japanisch). Es war sehr anstrengend aber auch sehr interessant! Mit Minoru und ein paar seiner Freunden ging ich am vorletzten Abend in ein italienisches Restaurant.
Meine Gastmutter kochte jeden Morgen und Abend ein hervorragendes Essen. Es war immer sehr sehr lecker!
Sie fuhr mich auch jeden Tag morgens zu unserem Treffpunkt und stellte mir auf dem Weg dorthin Fragen auf japanisch, meistens konnte ich mit einem Mischmasch aus Japanisch und Englisch darauf antworten.
Mit meinem Gastvater habe ich mich abends oft über die Unterschiede Deutschlands und Japans unterhalten. Ich brachte ihm auch den Unterschied zwischen weiblichem und männlichem Artikel bei ,nachdem er mich danach fragte. Er war sehr interessiert daran und ich sehr erstaunt darüber. Er konnte auf Deutsch bis 10 zählen und mir alle Buchstaben im Alphabet nennen!
Er zeigte mir sogar sein Fotoalbum eines Skiurlaubes mit Freunden. Eines Abends fuhr mich meine Gastmutter an den Arbeitsplatz ihres Mannes, das war sehr interessant.
Am letzten Abend habe ich von meinem Gastvater ein Erinnerungsgeschenk aus seiner Firma bekommen, eine Schieblehre! Ein sehr praktisches Messinstrument für alle möglichen Bereiche.
In ihrem Haus wohnte noch der Vater meines Gastvaters. Ich erfuhr, dass er vor etwa 20 Jahren für einen Monat in Wien war. Das hat mich sehr erstaunt!
Am letzten Abend in der Gastfamilie bereitete meine Gastmutter ein großes leckeres Essen zu. Es gab Zwiebelsuppe, Kartoffelbrei mit Gemüse, frittierte Chicken, Reis und meine aus Deutschland mitgebrachten Spätzle mit Maggie-Sauce. Die Schwester meiner Gastmutter brachte uns als Nachtisch Waffeln gefüllt mit Sahne und Obst mit. Zum Trinken gab es das von mir mitgebrachte deutsche Bier. Nebenher tranken wird Sake aus Guinomi-Gläsern (Schnapsgläser).
I stayed from the 2.10.03 to 9.10.03 in my Japanese host family. My host familys name is Onada. Their son, Minoru Onada stayed last summer in my family for eight days. Since then we steadily are writing us mails!
During this week in the family I learned a lot about the Japanese culture and their habits and customs.
My host family had a typical Japanese house with a wonderful garden, which was very trimmed!
The first time I got into the house I forgot to take off my shoes, but my host father said to me that I have to take off my shoes. They were all very friendly to me and we had a lot of fun.
The beginning of our conversations was limited to Yes-(hai...)-and-No-(iie) answers, because of my lack of words. By the time I understood what my family asked me.
My host mother cooked a very good tasting meal every morning and evening. It was always very delicious (totemo oishii).
Every morning she drove me to our meeting point. During the ride she mostly asked me something in Japanese. I was able to answer her in a mixture of English and Japanese.
The grandfather of my family also lives in the house. 20 years ago he was in Vienna for one month.
In the evening we talked about the differences between the German and the Japanese culture. One evening I taught them the differences between the masculine and feminine article in the German grammar. I was surprised what my host father knows about the German language. He could count up to ten and he told me all letters of the German alphabet.
In the evening I often played with Minoru play station. It was a lot of fun to play against him because he mostly was the winner. Minoru was even a very good painter. He practises in a painting club every Tuesday evening.
In the evening before last we went to an Italian restaurant with him and some friends. We had a lot of fun!
At the last evening I got a memory-present from my host father. It was a calliper square.
I will never forget the good meal my host mother cooked for the last dinner. My host mothers sister visited us and brought some waffles with cream. For drinking we could choose beer or sake. My family chose both, first beer then sake, beer
sake
!
Julia Hagmeyer bei Familie Kudomi
Meine Gastfamilie war sehr nett und höflich.
Stets gab sie mir Antworten auf meine Fragen und erklärte mir auch sonst alles bereitwillig, wenn ich Fragen hatte.
Ich bekam einen sehr guten Eindruck in das Leben einer japanischen Familie, da die Kinder zehn, acht und drei Jahre alt waren und sie jeden Morgen zur Schule gingen und am Abend noch Hausaufgaben zu erledigen hatten.
Schade von meiner Seite aus war, dass ich das Japanisch nocht nicht so gut beherrschte, um mich gut zu verständigen. Die Verständigung wurde zusätzlich noch erschwert durch die Tatsache, dass auch meine Gastfamilie keine andere Sprache außer Japanisch konnte.
Am Wochenende hatte ich sehr viel Spaß.
Am Samstag waren wir zu Hause und spielten verschiedene Spiele, bis wir am Nachmittag in eines der örtlichen Kaufhäuser gingen, um Purikura zu machen und uns etwas umzusehen.
Dadurch bekam ich auch hier einen guten Eindruck des &Mac226;modernen Japans.
Am Sonntag besichtigten wir zunächst den Momotarô-Tempel.
Da ich das Märchen schon zuvor gekannt hatte, konnte ich die Erklärungen meiner Gastfamilie sehr gut verstehen.
Anschließend besichtigten wir noch das Inuyama-Schloss, was sehr interessant war.
Im Inneren waren einige altertümliche Sachen ausgestellt, und auch der Ausblick vom Schloss auf sowohl Ogaki als auch Gifu war phantastisch.
Ich hatte sehr viel Spaß an diesem Tag.
Es war eine spannende Woche zusammen mit meiner Gastfamilie und ich denke, dass es für mich eine sehr gute Übung war, eine Woche lang mich auf Japanisch zu verständigen, da ich dort realisierte, dass es gar nicht so schwer war, sich auszudrücken.
Ich hoffe, meine Gastfamilie hat die Woche auch gefallen und würde mich freuen, sie einmal wiederzutreffen.
My host family was very nice and polite.
They always answered the questions I had and explained to me everything I wanted to know.
I got a very good impression of living in a Japanese family due to the fact that the children were ten, eight and three years old. They had to go to either school or kindergarten and had to go homework in the evening.
I feel sorry that I couldnt speak Japanese very well. The communication was also a little bit difficult because my host family couldnt speak any other language than Japanese.
On the weekend I had a lot of fun.
On Saturday we were at home and played some games. In the afternoon we went taking purikura at one of the local shopping centres. Afterwards we also went shopping.
I could get a very good impression of the modern Japan.
On Sunday we visited the Momtarô-temple.
I could follow the explanations of my host family very good because I knew the fairy tale from before.
Afterwards we visited Inuyama-castle. It was very interesting.
Inside there was an exhibition of various archaeological objects, and also the view from the top of the castle was fantastic, you could see both Ogaki and Gifu
I enjoyed these days very much.
It was a very nice week together with my guest family. I think it was a good exercise for me speaking the whole week only Japanese. I realized that it wasnt too difficult to explain things in this language.
I hope my host family had a much fun as I had and I hope I can see them again in the future.
Silvia Racolta bei Familie Goto
Meine Gastfamilie war die Familie Goto. Ich wurde von Anfang an sehr herzlich empfangen. Frau Goto sprach sehr gutes Englisch, so kam ich mir mit meinen begrenzten Japanischkenntnissen nicht verloren vor. Die Familie Goto hatte ein sehr gemütliches Haus indem sie schon mehrmals ausländische Schüler aufgenommen hatten. Frau Goto zeigte mir alles rund um die japanische Kultur. So lernte ich viele neue japanische Wörter, bekam jeden Tag eine andere japanische Spezialität zum Essen, lernte meine Stäbchen richtig zu benutzen, japanisch zu baden, durfte auch mal beim Ikebana zusehen und noch
vieles mehr. Vor allem das Essen hatte es mir angetan. Jeden Tag was anderes und alles sehr, sehr lecker! Wir unternahmen sehr viel zusammen. So lernte ich Herr Gotos Schwester kennen, die ihre eigene Boutique besaß und uns Gifu zeigte. Dort fand an diesem Wochenende ein Fest statt dass wir uns dann auch anschauten. Ich wurde aber auch in dass Haus von Herr Gotos Mutter eingeladen, die ein wirklich wunderschönes Haus besaß mit einem Steingarten davor. Herr Goto selbst war auch sehr nett und freundlich zu mir. Wir besuchten ihn einmal beim Schwimmen und ich durfte mit ihm zusammen auch mal japanisches Bier probieren, was mir sehr gut gefallen hat, da ich Bier mag. Mit Shima der Tochter machte ich in Nagoya meine aller ersten Purikura. Seit dem war ich süchtig nach diesen Minifotos. Shima war auch sehr nett und freundlich. Obwohl sie viel lernen musste, fand sie doch die Zeit mir Sachen zu erklären und mit uns shoppen zu gehen. Abschließend muss ich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat und dass diese Woche für mich etwas ganz Besonderes war.
My host family was the family Goto. I felt welcomed since the very first moment because of their friendliness. Mrs. Goto spoke English very well, so I had no problems because of my little knowledge of Japanese vocabulary and I felt included. They have a very cozy house and I wasnt the first foreign exchange student they received. Mrs. Goto showed me everything about the Japanese culture. And so I learned a lot of new Japanese words, got everyday another Japanese specialty to eat, learned how to use my chopsticks in the right way, learned how to take a bath in Japanese style, were allowed to see how Ikebana was made and much more. I had a special favor for the food. Every day there was something else, and everything was excellent! We did a lot of things together. So I met Mr. Gotos sister, who has her own boutique, and she showed us Gifu. On that weekend there was a festival there, at which we went. I was also invited to Mr. Gotos mother, who has a really wonderful house with a stone-garden in front of it. Mr. Goto himself was very kind and friendly to me. One day we visited him at his swim-training and I could taste Japanese beer, which I enjoyed very much, because I like beer. With Shima, the daughter, I made my first purikura in Nagoya. Since that time I was addicted to this mini-photos. Shima was also very kind and friendly. Although she had to learn very much, she reserved some time to explain me some things and to went shopping with us. Afterwards I want to say, that I enjoyed it very much and that that week was something very special to me.
Clarissa Eisenbach bei Familie Koyama
Mein erster Eindruck von der Familie Koyama war, dass sie sehr nette Leute sind. Meine Gastschwester Asuka hat mir bei der Willkomensparty eine selbstgemachte Kette aus Bonbons und ein Plakat, auf dem willkommen Clarissa stand, geschenkt. Das war sehr nett von ihr.
Das Wochenende, das ich mit meiner Gastfamilie verbracht habe, hat sehr viel Spaß gemacht. Samstags bin ich mit Asuka und ein paar Freunden von ihr zu einem Schüler Sumo-Wettkampf und zu einem Fest in Sekigahara gegangen. Danach haben wir an einem Fluss ein großes Barbecue gemacht. Dass Essen das meine Gastfamilie gemacht hat war wie immer sehr lecker. Am Abend gab es ein großes, sehr schönes Feuerwerk.
Sonntags sind wir zu einem sehr schönen Schloss gefahren, das Hikone heißt. In dem dazu gehörenden Garten war ein Teehaus, in dem wir macha getrunken haben (das war sehr lecker!). Außerdem sind wir in ganz vielen Läden mit Souvenirs gebummelt.
Insgesamt hatte ich eine schöne Zeit bei meiner Gastfamilie, habe ein bisschen Japanisch gelernt, und die Japanische Kultur besser kennen gelernt.
Already my first impression of the Koyama family was that they are very friendly people. At the welcoming party, Asuka, my host-sister, gave me a self-made necklace out of candy and a poster saying Willkommen Clarissa. I think that this was very sweet of her.
The weekend I spent with my host-family was very enjoyable. On Saturday Asuka took me with her to look at a students sumo competition and we went to Sekigaharas festival with some of her friends. Afterwards we had a big barbecue near a river. The food that my host-family cooked was, as always, very yummy. In the evening there was a big and beautiful firework.
On Sunday we went to a castle called Hikone, which was very pretty. In the surrounding garden there was a teahouse where we drank macha (this was very good!). We also strolled in a lot of shops with souvenirs.
Altogether, I had a very good time visiting my host familys home, learned some more Japanese, and got to know the Japanese culture better.
Sandra Lorbach bei Familie Takenaka
Ich habe eine sehr schöne Woche bei der Familie Takenaka verbracht.
Sie haben ein wunderschönes traditionelles Haus in Ikeda City. Drei Generationen leben unter diesem Dach, die Großeltern Katsumi und Mikie, deren Tochter Katsuko und Schwiegersohn Makoto und deren Sohn Nobufumi und Tochter Rise. Unter der Woche hatten wir gewiss nicht viel Zeit
miteinander, wegen des engen Programms, aber am Wochenende haben wir mehrere Ausflüge gemacht. Am Samstag fuhren Makoto, Nobufumi und ich zuerst zu einem sehr beeindruckenden Wasserfall in Yoru, von dem die Legende besagt, dass sein Wasser zu Sake wurde, als ein Sohn für seinen kranken Vater sorgen musste und der Vater wurde von dem Sake geheilt. Später haben wir dann Katsuko und Rise-chan abgeholt und sind zu einer nahegelegenen Tempelanlage gefahren, dort gab es erst einmal Mittagessen, nämlich Tofu. (Sehr interessant!)
Wir haben uns den Tempel angesehen Horoskope gezogen und mir wurde ein
Glücksbringer für gute Noten geschenkt. Was wunderbar war, war dass es immer herrliche Sachen zu essen gab. An diesem Abend haben wir Tempura gegessen, mit unseren selbst gemachten Sobanudeln. Daüber haben sie sich sehr gefreut.
Am Sonntag haben wir das Hikone-choo am Biwasee besichtigt. Ein tolles Schloss und erst die Gärten(!) einfach fantastisch. Dann waren wir wieder in der Stadt essen und bummeln. Dort habe ich eine kleine Neko geschenkt bekommen (kawaii !!!). Es war dann auch schon bald wieder Zeit heim zu fahren. An diesem Abend waren wir essen, in einem sehr vornehmen Tatamirestaurant. Am Ende meines Besuches konnte Mikie es einrichten, dass ich Kimonos anprobieren durfte. Eine Freundin der Familie wurde gebeten mich einzukleiden und mir den Obi zu binden. Es war ein tolles Erlebnis.
I have had a very nice week with the family Takenaka.
They have a very nice and traditional Japanese house in Ikeda city. Three generations are living in this house, the grandparents Takenaka Katsumi and Mikie, their daughter Katsuko and her husband Makoto, and their son Nobufumi and daughter Rise. During the week we had not had much time with each other, because of the programme,
But at the weekend we made various trips:
At Saturday morning Makoto, Nobufumi and I drove to the Yoru-falls. The legend of this waterfalls is about a young man who was catching water for his old and ill father. The water turned into Sake and cured the old man of his illnesses. Later we took Katsuko and Rise-chan and went to a nearby temple, we ate a Tofu-meal and walked to the temple. There I took a horoscope and got a present of Katsuko. A Talisman for good grades at school. This evening we ate my favourite Japanese meal, Tempura. We always ate very tasty things.
On Sunday we went to Hikone-choo at lake Biwa. A great castle with fascinating gardens. Around midday we went to the city ate something and went shopping. There I got a little nice neko, that is now welcoming all our guests. To early came the time to drive home again. In the evening we went to an noble restaurant and had a great meal with various forms of mushroom. One of the greatest pleasures was that I was able to take on a Kimono. A friend of the family helped me. It was great!
Larissa Elser bei Familie Tanahashi
Ein besonderst eindrucksvoller Teil unserer zweiwöchigen Reise nach Japan war zweifellos unser einwöchiger Aufenthalt in einer japanischen Gastfamilie. Nirgendwo sonst hätten wir besser sehen können, wie das Leben einer japanischen Familie so ist. Wir trafen unsere Gastfamilien an unserem zweiten Tag in Japan im Rahmen einer sehr schöne Zeremonie, bei der ich zum ersten Mal meine Gastmutter Mieko und meine zwei kleine Gastbrüder Yuto und Mago traf.
Meine Gastfamilie lebt in einem sehr netten Ort in der Nähe von Ogaki City, der Anpatchi-gun genannt wird. Diese Woche war vor allem wegen der warmherzigen Atmosphäre in der Familie so fantastisch. Die Familie Tanahashi war immer sehr nett und freundlich zu mir und ich hatte so viel Spaß mit ihnen. Ich fühlte mich dort wie zu Hause. Ich, lernte meinen Gastvater Shinobu kennen, den ich auch sehr mochte, ging mit ihnen auf ein Festival, war mit meiner Gastmutter in ein fantastisches und elegantes Frühstücksrestaurant, aß meine ersten richtig japanischen Sushi, die ich sehr mochte, spielte Karten, Spiele und Videospiele mit den Kindern, was mir auch sehr gefallen hatte, hatte interessante Gespräche mit Mieko, die sehr gut englisch spricht, ging mit ihnen einkaufen, machte mit der ganzen Familie Purikura-Bilder und ging mit ihnen in ein sehr gutes japanisches Restaurant. Mieko kochte jeden Tag ein sehr gutes Essen, dass ich sehr mochte und zum ersten mal in meinem Leben musste ich beim Essen knien, was eine schwierig, aber auch sehr aufregende Erfahrung für mich war. Es war so schön, und so viel die Abreise und der Abschied sehr schwer.
Diese Woche war so erstaunlich, wundervoll, fantastisch und brilliant ! Vielen Dank ! Domo arigato gozaimashita !
The very special and impressing part of our two weeks journey to Japan, was undoubtedly our one week home stay in a real Japanese family. Nowhere else we could have seen better what Japanese family life is like. We met our host families on our second day in Japan at a very nice ceremony, at which I got to know my guest mother Mieko and my two little guest brothers Yuto and Mago.
My host family lives at a very nice place near Ogaki City called Anpachi-gun. This week was so fantastic, because of the very warm atmosphere in their house. The Tanahashi family was very nice and friendly to me and I had so much fun with them. I really felt at home there. I got to know my guest father Shinobu, who is really nice and friendly, too, I was at a festival with them, went to a very fantastic and exquisite breakfast restaurant with my guest mother, ate my first real Japanese Sushi, which I liked very much, played cards (they taught me some tricks), games and videogames with the kids, what I enjoyed enormously, had interesting and nice talks with Mieko, who can speak English very well, went shopping, made Purikura with the whole family and went to a very good Japanese restaurant. Mieko cooked everyday a very good meal, which I liked very much and for the first time in my life I had to sit on my knees while eating, which was a difficult, but also a very exciting experience for me. It was so much fun, and so departure and saying goodbye was very hard.
This week was so amazing, wonderful, fantastic and brilliant ! Thank you very much ! Domo arigato gozaimashita.
Janna Schulze bei Familie Nakashima
Eine Woche lang war ich bei Familie Nakashima zu Besuch und ich habe mich mit allen Familienmitgliedern super verstanden. Die Familie hat mich nicht wie einen Gast, sondern vielmehr wie ein Familienmitglied behandelt und alles getan, um meinen Aufenthalt in Japan zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Wir besuchten zusammen einen Tempel, gingen in einen Manga- und einen Süßigkeitenladen, eine Sushibar, besuchten die nahegelegene Stadt Gifu und und und ...Es hat sich immer irgendjemand um mich gekümmert wir haben Origami gefaltet, Anime geschaut, Spiele gemacht oder zusammen etwas gekocht. Das Essen hat mir gut geschmeckt es gab nichts, was ich nicht mochte und die Gastfamilie hat extra für mich nichts mit Fleisch gekocht (Ich bin Vegetarierin). Auch wenn wir gerade mal nichts gemacht haben, hat sich immer jemand mit mir unterhalten, mir etwas gezeigt oder erklärt. Zum Beispiel hat mir die Gastfamilie Bilder von einem Fest in der Stadt oder mir einen Artikel, der in der Zeitung über uns geschrieben worden war, gezeigt. Beeindruckend war auch, dass die Eltern, obwohl sie kein Englisch sprechen konnten, sich mit mir unterhalten haben. Ich habe mich bei meiner Familie sehr wohlgefühlt - ich habe quasi eine zweite Familie in Japan. ^_^

I stayed one week with the Nakashima family and got along very well with all members of the family. My host family didnt treat me like a guest but like a member of the family and did everything to make my stay in Japan something special. We visited a shrine, went to a Mangashop and a sweetshop, a sushibar, visited Gifu, a city nearby and much more. There was always someone looking after me we did Origami, watched Anime, played games or cooked something together. I liked the food there was nothing I didnt like and my host family didnt cook something with meat just for me. Even if we werent doing something, there was always someone talking to me, showing me something or explaining something to me. My host family showed me photos of a festival
in the city and an article from the Newspaper about the German group, for example.
It was also very impressive that the parents, though they couldnt speak English, talked to me.
I felt very at home with my family-I have got a second family in Japan, so to speak. ^_^
Hostfamily he:
Hontou ni totemo totemo tanoshikatta desu!! ^_^ Mou ichido hontou ni doumo arigatou!!
Watashi ha hostfamily ga wasuremasen!!! Watashi ga omoidatte kudasai!!
Mou ichido aishimatte kudasai!!
Sayounara Janna ^_^
Andreas Plaianu bei Familie Mori
Ich bin sehr glücklich, dass ich eine so freundliche Familie als Gastfamilie hatte. Ich habe mich nicht wie ein Gast gefühlt, sondern so als wäre ich zuhause. Ich war sehr glücklich, dass es mir möglich war mit ihr Freundschaft zu schließen und ich bin mir sicher, dass diese Freundschaft auch in Zukunft weiter bestehen wird. Ich danke ihr sehr für den interessanten Besuch in Sekigahara und ich danke dafür, dass sie mir alle so wunderschönen Tempel gezeigt hat. Unser Barbeque war ganz toll und sie gab mir die Möglichkeit auch andere Austauschschüler kennen zu lernen. Dank ihr habe ich erfahren, wie viel Spaß man beim Karaoke haben kann. Ich habe in der Woche, dank ihrer Mühe, mein schlechtes Japanisch sehr verbessern können. Zuletzt möchte ich ihr noch einmal für ihre Gastfreundlichkeit danken.
I'm very happy that I had such a nice host family. I haven't felt like a guest, no I felt like I'm at home. I was very happy that I even had the possibility to become their friend and I'm sure that our friendship will last forever. I thank them for the interesting visit in Sekigahara and I thank them that they have shown me all this fantastic temples. Our barbeque was great and they gave me the possibility to meat other exchange students. Because of them I realized how much fun you can have at karaoke. Because of their help I could improve my bad Japanese even in one week. In the end I really want to thank them for opening their house to me.
Amelie Trebin bei Familie Yoshida
Nach Eris Besuch im Sommer 2002, freute ich mich darauf sie wieder zu sehen und war neugierig ihre Familie zu treffen. Während wir, die Deutschen, im Suitopia-Center auf den Beginn der Willkommens-Party warteten, stießen wir zufällig aufeinander. Im ersten Moment erkannte ich gar nicht, wen ich da vor mir hatte, aber dann rief sie Amelie und ich war glücklich sie zu sehen und in Japan zu sein.
Meine Gastmutter Frau Yoshida und meine Gastschwester Asuka, die mich zusammen mit Eri abholten, gaben mir einen warmen Empfang, genauso wie Herr Yoshida, den ich später an diesem Abend kennen lernte. Ihr Hund, Anny, hatte ein wenig Angst vor mir, aber ich mochte den Dackel (Eine Deutsche sagte Eri) ebenfalls. Die Verständigung war kein Problem, denn Eri verstand Englisch sehr gut und der Rest der Familie unterhielt sich mit mir in einer Mischung aus englischen und japanischen Wörtern, obwohl es schwierig für mich war den japanischen Teil zu verstehen. Meine Angst vor japanischem Essen war unbegründet, Frau Yoshida backte und kochte hervorragend und ich hatte den Eindruck zurück nach Deutschland rollen zu müssen ;-).
Als die japanischen Schüler Deutschland besucht hatten, war es möglich gewesen den ganzen Tag miteinander zu verbringen. Dieses Mal hatten sie leider viel für die Schule zu tun, so dass die Abende und das Wochenende übrig blieben. Aber Eri, Asuka und ich genossen es sowohl deutsche als auch japanische Lieder zu singen, Spiele zu spielen oder einfach nur japanisches Fernsehen zu sehen. Oder ich hörte Eri beim Klavierspielen zu.
Am Samstag nahmen mich Frau Yoshida, Asuka und Eri zum Hafen von Nagoya mit, wo wir einen riesigen Meerespark mit Delphinen, Pinguinen und sogar Walen besuchten. Für mich war es das erste Mal Delphine von dieser Entfernung zu sehen und ich war begeistert die Vorführung und ihre Stunts zu sehen. Sonntags machten wir einen Spaziergang durch das Viertel und backten Pizza. Frau Yoshida zeigte mir Baby-Fotos von Eri.
Während unseres Besuchs in der Kita High School konnte ich Eris Freunde treffen und sie zeigte mir den ganzen Campus sowie ihr Handball-Team.
Natürlich besitze ich jetzt viele tolle Purikuras!
Eri und ihre ganze Familie ermöglichten mir einen wunderschönen Aufenthalt in Ogaki, eine unvergessliche Zeit und tolle Erfahrungen vom japanischen Leben. Domo arigato gozaimasu!!
After Eris visit in summer 2002, I was looking forward to see her again and curious to meet her family! While we, the Germans, were waiting inside the Suitopia-Center for the Welcome-Party to begin, I incidentally ran into Eri. In the first moment, I didnt realize who stood there in front of me, but then she called Amelie and I was happy to see her und to be in Japan.
My host mother Mrs Yoshida and my host sister Asuka, who picked me up together with Eri, gave me a warm welcome as well as Mr. Yoshida whom I met later that evening. I soon began to feel like home. Their dog, Anny, was a little bit afraid of me, but I liked that dachshund (A German said Eri), too. Communication was no problem, because Eri understood English very well and the rest of the family talked to me in a mixture of English and Japanese words, although it was hard for me to understand the Japanese part. My fear of Japanese food was unnecessary, Mrs. Yoshida cooked and baked delicious and I had the impression, that I had to roll back to Germany ;-).
When the Japanese students had toured Germany, we had had the chance to spend the whole day together. This time, unfortunately, they had a lot of work in school, so there only remained the evenings and the weekend. But Eri, Asuka and I enjoyed singing both Japanese and German songs, playing games or just watching Japanese television. Or I listened Eri playing the piano.
On Saturday, Mrs Yoshida, Asuka and Eri took me to the port of Nagoya, were we visited a huge seaworld park with dolphins, penguins and even whales. For me, it was the first time to see dolphins that close and I was excited to watch the show and their stunts. On Sunday we walked through the quarter and made pizza. Mrs Yoshida showed me baby pictures of Eri.
During our visit of Kita High School, I could meet Eris friends and she showed me the whole campus and her handball team.
Of course, I now am in possession of a lot of wonderful Purikuras!
Eri and her whole family made possible that I had an amazing stay in Ogaki, an unforgettable time and great experiences of Japanese life. Domo arigato gozaimasu!!
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